ANWENDUNG11. März 2022

Überflüssiger Code ist schlecht für das Klima und verlangsamt die Systeme

Sysparency
troyanphoto / Bigstock

Der Stromverbrauch in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) könnte laut Sysparency bis 2030 bis zu 21 Prozent des weltweiten Strombedarfs ausmachen. Aktuell sind es fünf bis neun Prozent – noch. Green Coding soll hier helfen. Als erstes gelte es, doppelte Datenberechnungen in der Software-Entwicklung zu eliminieren und den Source Code zu verschlanken. Ja, das betrifft auch die 800 Milliarden COBOL-Code-Zeilen, an denen die Banken so zu hängen scheinen.

Rund um den Globus sind Banken und Unternehmen aller Branchen damit beschäftigt, sich grüner aufzustellen, denn ob man will oder nicht – die CO2-Bilanz wird für den Kunden immer wichtiger. Die wenigsten setzen dabei allerdings bei der Software-Entwicklung an. Auf den ersten Blick auch nicht ungewöhnlich: wo keine Schornsteine rauchen und keine LKWs fahren, kann doch auch kein CO2 sein… Doch vor allem die IT braucht immer mehr Strom. Die Folge: Der Energieverbrauch in der IKT-Branche steigt stetig. Überflüssige Berechnungen innerhalb der gesamten Systemlandschaft führen laut Sysparency zu einer enormen Datenberechnung, die in vielen Fällen keinen Mehrwert liefern und dazu das System verlangsamen.

Legacy-Software-Analyse von Sysparency

Durch eine Legacy-Software-Analyse mit einem hierfür entwickelten Analysealgorithmus könne Sysparency (Website) Potenziale zur Reduktion des CO2-Ausstoßes sowie zur Ressourcenverschwendung aufzeigen und duplizierte Code-Zeilen eliminieren. So könne durch den Green Coding ein nachhaltigerer Source Code entstehen.

Studien würden zeigen, dass bis zu 35 Prozent der Ressourcenverschwendung relativ einfach verhindert werden könnte.”

Zunächst müssten dafür nicht unbedingt notwendige Berechnungen, Code-Fragmente sowie Abläufe (wie beispielsweise regelmäßig ausgeführte Programmlogik oder bestimmte Bibliotheken) identifiziert werden. Daraufhin folge die Optimierung der Datenabfragen und der Datenspeicherung. Weitere Einsparpotenziale weisen u. a. die Reduktion doppelt ausgeführter Funktionalitäten und die optimale Auslastung der Hardware auf.ft

 
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