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ANWENDUNG29. März 2017

Temenos: Mit ‚Continuous Delivery‘ für gesteigerte Produktqualität und effizientere Betriebsabläufe sorgen

Ben Williams, Head of Development Platform and Methods, TemenosTemenos

Kostenkontrolle, Effizienz und der Anspruch, neue Produkte und Services schnell einzuführen: Das Pflichtenheft der Banken ist seit der Finanzkrise 2008 um einiges anspruchsvoller geworden. Dazu kommen neue, nicht-traditionelle Akteure wie Apple, Google, PayPal und Amazon, die ebenfalls Zahlungs- und andere Bankdienstleistungen anbieten und das bisherige “Business-as usual” damit spürbar bedrohen. Temenos hat vor diesem Hintergrund einen spannenden neuen Ansatz entwickelt, bei dem Continuous Delivery eine maßgebliche Rolle spielt.

von Ben Williams, Head of Development Platform and Methods, Temenos

Das klassische Bankgeschäft lässt sich mit den Reisebüros vor 10 Jahren vergleichen. Im Vergleich zu früher erwarten Bankkunden heute SB-Portale mit weitaus mehr Abfragen als Updates. In vielerlei Hinsicht sind Technologie-Unternehmen grundsätzlich besser darauf vorbereitet, diese Kunden zu unterstützen. So wie herkömmliche Reisebüros als Vermittler von Unternehmen wie Expedia und Travelocity ersetzt wurden, türmt sich eine existenzielle Bedrohung vor den Banken auf, die sich nicht schnell genug anpassen können.

Die Herausforderung: Aufbau der ‚Continuous Delivery‘-Prozesse

Die Großrechner-Architekturen von Banken sind kostspielig im Unterhalt und träge in Bezug auf Änderungen. Sie sind auch nicht gerade gut geeignet für selbst gestützte Transaktionen mit Straight-Through-Processing in Echtzeit. Dem gegenüber stehen Architekturen zur Transaktionsverarbeitung, wie sie bei Unternehmen wie Google und Amazon verwendet werden, obwohl diese nicht für Bankgeschäfte erstellt wurden.

Autor Ben Williams
Ben Williams ist Leiter Entwicklungsplattformen und -methoden bei Temenos und leitet die interne DevOps Platform Group. Es ist seit etwa 10 Jahren Experte für komplexe Systeme, Software-Entwicklung und Produkt-Management.
Die Reinheit dieser Architekturen ist ein wesentlicher Grund für die Fähigkeit, schnell innovative Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen und damit auf die sich verändernde Nachfrage zu reagieren, gleichzeitig jedoch auf einem profitablen Niveau zu arbeiten.

Traditionelle Banken erkennen die Notwendigkeit, die Infrastruktur ihres Kernbankgeschäftes umzubauen. Durch die Partnerschaft mit Temenos können die Banken die dafür erforderliche Architektur übernehmen und ihre Systeme auf Standard-Commodity- Server-Hardware genauso betreiben, wie ihre “in der Cloud geborenen” Konkurrenten. So können die Banken neu entstehende Software-Best-Practices anwenden, wie Continuous Delivery und DevOps, um neue oder verbesserte Qualitätsprodukte und Dienstleistungen schnell und zu wesentlich geringeren Innovationskosten zu liefern.

Um diesen Wandel zu unterstützen, mussten wir neue Wege beschreiten, was die Arbeitsweise anbelangt. Continuous Delivery ist dafür ein wichtiger Vermittler.

Wir müssen in der Lage sein, kontinuierlich Software-Builds über mehrere Produkte und Integrationspunkte hinweg zu validieren. Außerdem müssen wir die Möglichkeit bieten, diese Produkte schnell und sicher auf den Markt zu bringen.”

Lösung: Orchestrierung komplexer Entwicklungsaktivitäten

Temenos verwendet die CloudBees Jenkins-Plattform als Automatisierungsserver für seine Unified-Temenos-Plattform (UTP). Die CloudBees Lösung orchestriert die gesamte Infrastruktur der Temenos Software-Entwicklung, -Integration und -Implementierung mit über 1.250 Entwicklern und Testern, die an Suiten für integrierte Banklösungen arbeiten, welche mehr als 30 separate Produkte umfassen. Jenkins ist das Herzstück dieser Fertigungsanlagen.

Wir unterstützen sieben Kernplattform-Stacks, und jedes Mal, wenn wir etwas bereitstellen und testen, müssen wir dies über diese verschiedenen Stacks hinweg tun.“

Angesichts dieser gewaltigen Komplexität wäre das Unternehmen ohne Jenkins nicht in der Lage, die Bereitstellungs- und Testphasen effektiv zu orchestrieren. Temenos hatte bereits Insellösungen von Jenkins im Einsatz. Es war die am weitesten verbreitete Plattform für Continuous Integration und automatisierte Builds, doch im Vergleich zur CloudBees Jenkins-Plattform war alles Open Source.

Der größte Einflussfaktor in Bezug auf die Entscheidung für die CloudBees Jenkins-Plattform ging über die Funktionalität hinaus.

Wir wollten einen Lösungsanbieter, dem wir vertrauen können. Jemand mit einer starken Strategie und mit dem richtigen Maß an Unterstützung auf unserem Weg.”

Ergebnis: Schnellere Software-Lieferung

Die CloudBees Jenkins-Plattform ermöglicht Temenos, den Software Entwicklungsprozess durch Automatisierung zu beschleunigen. Jenkins orchestriert die gesamte Software-Lieferkette, einschließlich Build, Test, Verpackung, Bereitstellung und Veröffentlichung.

In erster Linie gibt es nun eine Konsistenz in den Build- und Testprozessen über verschiedene Produktteams hinweg. Die wird zu mehr Konsistenz und damit zu einer höheren Qualität führen, da Mängel bereits früher im Lebenszyklus entdeckt werden:

Wir können äußerst gewissenhaft sein, was die Qualität anbelangt. Je früher wir Probleme erkennen, desto schneller können wir Abhilfe schaffen. Das wird unsere Release-Kosten senken und letztlich die Kundenerfahrung verbessern.“

Continuous Delivery wird ebenfalls dazu beitragen, neue Kunden zu gewinnen. Die Kunden erwarten zunehmend Transparenz bei der laufenden Entwicklung von Funktionen und sie wünschen während der Implementierungsphasen häufige Lieferungen, die es ihnen ermöglichen, darauf aufzubauen und dabei ihre eigenen Continuous Integration- und Continuous Delivery-Prozesse zu nutzen. Zusammen mit den Entwicklungsmöglichkeiten, die das Temenos Produktportfolios enthält, ermöglicht UTP wirklich agile Implementierungsprojekte.

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