STUDIEN & UMFRAGEN18. Januar 2019

Zwei Drittel der Deutschen denken häufig an Geld – doch oft auch negativ

Der Spruch „Geld regiert die Welt“ scheint sich zu bestätigen. 67 Prozent der Deutschen geben in einer Umfrage an, häufig oder sehr häufig an Geld und persönliche Finanzen zu denken. Das Thema belegt den Platz drei in den Köpfen der Befragten. Wichtiger sind nur die Themen Familie (73 Prozent) und Gesundheit (68 Prozent). Erst hinter dem Geld folgen die Themen Partnerschaft (59 Prozent) und Ernährung (59 Prozent). Dies ist das Ergebnis der Analyse „Regiert Geld die Deutschen?“ von YouGov in Zusammenarbeit mit Der Bank Blog. Dafür wurden 2.212 Personen ab 18 Jahren im November und Dezember 2018 mittels standardisierter Online-Interviews bevölkerungsrepräsentativ befragt.

Geld und Finanzen spielen für viele Menschen eine große Rolle im Alltag. Die Unterschiede zwischen Frauen (68 Prozent) und Männern (65 Prozent) sind gering, wenn es um die Häufigkeit der Gedanken an Geld geht. Allerdings ist es für Männer das zweitwichtigste Thema nach Familie (66 Prozent) und vor Gesundheit (61 Prozent), Partnerschaft (60 Prozent) und Freundschaft (53 Prozent). Bei Frauen steht es deutlich an dritter Stelle hinter Familie (79 Prozent) und Gesundheit (74 Prozent).

Relevanz lautet für Banken und Sparkassen das Gebot der Stunde. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass sich Menschen mit dem Themenkreis Geld und Finanzen im Alltag auch wirklich befassen. Die Umfrage zeigt: Geld und Finanzen sind wichtiger Bestandteil des Alltags der Menschen. Grundsätzlich ist dies eine gute Botschaft für Banken und Sparkassen, vorausgesetzt, sie können passende Lösungen liefern, die zu den Gedanken ihrer Kunden passen.“

Dr. Hansjörg Leichsenring, Herausgeber des Bank Blogs

YouGov

Junge Leute denken besonders oft ans Geld

Ein differenziertes Bild zeigt sich zwischen den Altersgruppen. Vor allem jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren (71 Prozent) denken laut der Studie häufig an Geld und persönliche Finanzen. Menschen zwischen 40 und 49 Jahren (61 Prozent) und ab 60 Jahren (65 Prozent) tun dies im Vergleich etwas seltener.

Entgegen mancher Vermutungen ist auch und insbesondere für junge Deutsche das Thema Geld und persönliche Finanzen von Relevanz. Allerdings muss bei der Kundenansprache darauf geachtet werden, dass gerade bei dieser Zielgruppe die Erfahrungshintergründe und emotionalen Assoziationen mit dem Thema unterschiedlich ausfallen und einer differenzierten Beratung und Kommunikation bedürfen.“

Peter Mannott, Team Manager Custom Research bei YouGov

Hinsichtlich der Hauptbankverbindung der Befragten gibt es nur geringe Unterschiede: Kunden von Direktbanken (71 Prozent) und Sparkassen (69 Prozent) denken etwas öfter an Geld als Kunden von Genossenschaftsbanken (67 Prozent) und Großbanken (67 Prozent). Bei den Kunden der Sparkassen geben 31 Prozent an, sogar sehr häufig an Geld zu denken.

Negative Gedanken haben einen hohen Anteil

Sorgen um das Geld sind offenbar sehr verbreitet. Mehr als ein Viertel aller Gedanken zu diesem Thema sind negativ geprägt. Frauen (29 Prozent) machen sich mehr Sorgen als Männer (24 Prozent). Bei den Kunden von Sparkassen überwiegen negative Gedanken mit 32 Prozent sogar die positiven Gedanken mit 28 Prozent. Deutlich optimistischer sind die Kunden von Direktbanken, wo der Anteil negativer Gedanken nur 20 Prozent beträgt. Es gibt also noch genügend zu tun für Banken und Sparkassen.

YouGov

Die vollständige Analyse „Regiert Geld die Deutschen?“ kann nach Angabe von Kontaktdaten hier kostenfrei heruntergeladen werden.pp

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/83800
 
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