SB & FILIALE8. Mai 2017

Angetestet: „Cash ohne Karte“ bei der Targobank – Bargeld­bezug einmal ganz anders

dolgachov/bigstock.com

Die Tagobank bietet ihren Kunden einen neuen Dienst: Im webbasierten Online-Banking oder in der Smartphone-App kann man sich im Bereich Service einen Code generieren, der es ermöglicht, an jedem Geldautomaten der Targobank Bargeld zu beziehen. Rudolf Linsenbarth hat es angetestet.

von Rudolf Linsenbarth

Der Service der Targobank ist schick: Geld vom GAA holen, ohne selber eine Karte dabei zu haben – sondern nur einen Zugriffscode und eine TAN – das wars. Das ist zum Beispiel praktisch, um der Tochter Geld fürs Kino zu geben, wenn man selber kein Bargeld im Haus hat.

So funktioniert es in der Praxis

Die "Money to go"-Funktion in der Targobank-App<q>Linsenbarth
Die „Money to go“-Funktion in der Targobank-AppLinsenbarth

Zunächst muss man bei der Targobank Online oder im Web in den Servicebereich – dort wählt man den Unterpunkt „Cash ohne Karte“. Danach kann man einen Betrag bis 200 € auswählen. Zuvor muss man noch die Nutzungsbedingungen akzeptieren.

Als Ergebnis erhält man einen 10 stelligen Code. Des Weiteren wird noch eine sechsstellige TAN per SMS verschickt. Den Zugriffscode kann man sich abschreiben oder mittels der Targobank Banking App auch vor Ort auslesen.

Am Geldautomaten ist das Thema „Cash ohne Karte“ auf dem Startbildschirm bereits prominent positioniert. Klickt man hier drauf, wird man zunächst gefragt, ob man auch einen Auszahlungsbeleg wünscht. Danach erfolgt die Eingabe des Zugriffscodes und der TAN. Anschließend wird das Geld, genau wie bei einem Bezug mit Karte, herausgegeben.

„Cash ohne Karte“ muss mit einer TAN bestätigt werden. In der Banking App ist dabei nur die iTAN zugelassen. Ferner ist der Code nur 24 Stunden gültig und verfällt danach. Außerdem gibt es für diesen Dienst zwei Obergrenzen. Man kann nicht mehr als 200 € am Tag auf diese Weise abheben. Pro Woche liegt die Gesamtbetrag bei 1000 €.

Fazit

So bestätigt die Targobank den Betrag .<q>Linsenbarth
So bestätigt die Targobank den Betrag .Linsenbarth

„Cash ohne Karte“ ist auf jeden Fall ein innovatives Feature und wahrscheinlich werden weitere Banken einen ähnlichen Weg gehen. Ganz ohne Karte kann der Targobank-Kunde aber doch nicht außer Haus gehen. Zum einen fehlt eine Mobile Payment Lösung für das bargeldlose Bezahlen. Des Weiteren benötigt man die Karte immer noch außerhalb der Filial-Öffnungszeiten. Denn die Geldautomaten stehen im Schaltervorraum – und in den kommt man eben nur mit Karte. Allerdings ist die Methode eine ausgezeichnete Möglichkeit, jemand anderen schnell und einfach mit ein wenig Bargeld zu versorgen!

Autor Rudolf Linsenbarth
Rudolf Linsenbarth ist Seni­or Consultant für den Be­reich Mobile Payment und NFC bei COCUS Con­sul­ting. Zuvor war er elf Jah­re im Bank­bereich als Seni­or Technical Specia­list bei der TARGO IT Consulting (Crédit Mutuel Banken­gruppe). Linsenbarth ist ei­ner der pro­fi­lier­tes­ten Blog­ger der Fi­nanz­szene und kommentiert bei Twit­ter un­ter @holimuk die aktuellen Entwicklungen. Alle Beiträge schreibt Rudolf Linsenbarth im eigenen Namen.
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