FINTECH20. November 2017

Auswertung von Über­setz­ungs­auf­trägen: FinTechs aus englischsprachigen Ländern drängen nach Deutschland!

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Die Übersetzungsagentur ‚One Hour Translation‘ analysierte Stichproben von 29.000 Übersetzungs­pro­jekten aus dem Englischen, die es zwischen 2010 und 2017 im Auftrag von FinTech-Unternehmen gab. Die Überraschung: FinTech-Unternehmen aus englischsprachigen Ländern verstärken ihren Marketingaufwand in Deutschland, Italien, Frankreich und Russland. Schwerpunkt: Zahlungs- und Überweisungstechnologien.

Internationale und vor allem englischsprachige FinTechs wollen auf den deutschen Markt. Ein Großteil der weltweiten Aktivität dieser Unternehmen entfällt auf den Sektor der Zahlungs- und Überweisungstechnologien. Auch im Bereich der Blockchain- und Bitcoin-Technologie haben die globalen Marketingbemühungen 2017 beträchtlich zugenommen.

One Hour Translation

Es ist kein Zufall, dass Deutsch die gefragteste Zielsprache für FinTech-Übersetzungen aus dem Englischen ist. Deutschland ist ja nicht nur der zweitgrößte FinTech-Markt Europas, sondern auch der viertgrößte der Welt. Deutschland ist ein wichtiger Zielmarkt mit vielen Erstanwendern von FinTech-Technologien im Allgemeinen und von Zahlungs- und Überweisungslösungen im Besonderen. Außerdem hat Deutschland eine große Bedeutung als Quelle von FinTech-Innovationen. Hinzu kommt, dass mehr und mehr internationale FinTech-Unternehmen Niederlassungen in Deutschland gründen.“

Ofer Shoshan, Geschäftsführer von One Hour Translation

Seit einigen Jahren richten FinTech-Unternehmen aus englischsprachigen Ländern ihre Marketingbemühungen vorrangig auf den deutschen, italienischen, französischen und russischen Markt. ‚One Hour Translation‘ hat eine Stichprobe von 29.000 Übersetzungsprojekten mit insgesamt mehr als 50 Millionen Wörtern analysiert. Sämtliche dieser Aufträge wurden zwischen 2010 und 2017 für FinTech-Unternehmen abgewickelt.

FinTech Übersetzungsprojekte in 2017One Hour Translation

Laut der Analyse sind bei Übersetzungsprojekten aus dem Englischen seit 2010 die häufigsten Zielsprachen Deutsch (8 % der Projekte); Italienisch, Französisch und Russisch (jeweils 7 %); Polnisch und Türkisch (jeweils 6 %); Spanisch und Arabisch (jeweils 5 %) sowie Griechisch und Hochchinesisch (jeweils 4 %).

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Verantwortlich für die starke Nachfrage nach Übersetzungen sind vor allem FinTech-Unternehmen aus den folgenden Sektoren: Zahlungsverkehr und Überweisungen; Blockchain und Bitcoin; Internetbanken; Robo-Advisors; Unternehmen für die private Finanzplanung; InsureTech-Firmen, die Technik für die Versicherungsbranche entwickeln; RegTech-Fimen, die Technik für die Regelüberwachung/Compliance entwickeln; Firmen, die Finanztechnik für den alternativen Markt (Alternative Finance) entwickeln.

Das Unternehmen schätzt, dass der Sektor für Zahlungs- und Überweisungstechnik den größten Teil der weltweiten Marketingaktivität von FinTech-Unternehmen aus englischsprachigen Ländern ausmacht, denn seit 2010 wurden 80 % aller FinTech-Übersetzungsaufträge für Unternehmen aus diesem Sektor durchgeführt.

Vorbereitungen für den Markteintritt

Die Untersuchung der Marketingaktivität zeigt gerade im Jahr 2017, dass Deutsch und Französisch (jeweils 7,8 % der Projekte) die gefragtesten Zielsprachen waren. Daraus lässt sich schließen, dass es hier einen entsprechend starken Trend gibt, der erst in den nächsten Monaten voll sichtbar werden wird.

Rund um die Blockchain

Weitere interessante Daten zeigen einen Anstieg der Marketingaktivität im Bereich Blockchain/Bitcoin. Dieser Sektor steht an zweiter Stelle, was die Nachfrage nach Übersetzungen im FinTech-Sektor betrifft. In den Niederlanden und in ostasiatischen Ländern finden diesbezüglich enorme Marketinganstrengungen statt. Die Zahl der Übersetzungsprojekte im Bereich Blockchain/Bitcoin stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 42 %, wobei die gefragteste Sprache Niederländisch war (6,4 % der Projekte), gefolgt von Hochchinesisch, Japanisch und Koreanisch (jeweils 5,8 % der Projekte).

Die von One Hour Translation gelieferten Ergebnisse bezüglich der wichtigsten Zielmärkte im FinTech-Sektor decken sich mit Daten aus bekannten Studien und Vorträgen zur Branchenentwicklung. Eine im vergangenen Jahr vom deutschen Finanzministerium in Auftrag gegebene Studie zeigte, dass Deutschland über den – nach Großbritannien – zweitgrößten FinTech-Markt Europas verfügt. In Deutschland sind 433 FinTech-Unternehmen ansässig, das Marktvolumen wird für das Jahr 2020 auf 58 Milliarden Euro geschätzt.aj

 
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