MEINUNG14. Januar 2019

Ein kurzer Blick auf das Bankenjahr 2019: Die Digitalisierung wird endlich erwachsen

Gerald Prior (Vorstand Cofinpro) wirft einen Blick auf das Bankenjahr 2019
Gerald Prior, Vorstand Cofinprocofinpro

Banken und Sparkassen in Deutschland haben seit 2015 massiv in die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und die digitale Transformation ihrer Organisation investiert. Dieses Niveau wird sich im neuen Jahr angesichts der abschwächenden Konjunktur nicht halten lassen. Vielmehr ist 2019 für die Institute das Jahr der Konsolidierung. Dabei geht es vor allem auch darum, liegengebliebene Hausaufgaben zu erledigen, sagt Cofinpro.

von Gerald Prior, Vorstand Cofinpro

Der Blick der Institute wandert wieder stärker nach innen. So geht es beispielsweise darum, die Learnings aus den Pilotprojekten der vergangenen Jahre in die gesamte Organisation zu übertragen und dort nachhaltig zu verankern. Mittels Innovationslaboren, Kooperationen mit FinTechs, Ausgründungen sowie einer Vielzahl weiterer Aktivitäten wurde viel Wissen generiert, das nicht versanden darf, sondern in der Organisation breit verankert werden soll.

Lediglich die Nach­züg­ler un­ter den In­sti­tu­ten wie bei­spiels­wei­se die Spe­zi­al­ban­ken wer­den die Di­gi­ta­li­sie­rung mit er­heb­li­chen In­ves­ti­tio­nen wei­ter vor­an­trei­ben und di­gi­ta­le Platt­for­men auf­bau­en. Al­le an­de­ren wer­den nicht zu­letzt in­fol­ge ei­ner zu er­war­ten­den wirt­schaft­li­chen Ab­schwä­chung ihre Budgets senken.“

Auf der Agenda der CIOs stehen in 2019 aber noch weitere zentrale Themen: Die Vielzahl an Digitalisierungs- und Regulierungsprojekten der vergangenen Jahre hat zu einer Insellandschaft geführt und löst nun ganzheitliche Optimierungen der Prozesse aus. Es gilt dabei, etablierte, modernisierte und neue Geschäftsmodelle wieder unter Effizienzgesichtspunkten unter einen Hut zu bringen.

Die Zusammenführung von teilweise aus dem Ruder gelaufenen Prozesswelten ist zudem auch aus Compliance-Sicht zwingend erforderlich.“

Hinzu kommen Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit, wie sie auch von den Regulierern eingefordert werden, um Risiken der stark wachsenden Online-Welt oder auch aus Auslagerungen aktiv zu begegnen. Da gleichzeitig der Druck auf die Budgets erheblich zunimmt, wird das Jahr 2019 zu einem schwierigen Spagat für die IT-Abteilungen.

IT Abteilungen: Wenn sie es schaffen, diese genannten Aufgaben professionell zu lösen, können sie in der Folge den Schwung bei der digitalen Transformation beibehalten.“aj

 
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