STUDIEN & UMFRAGEN10. Dezember 2019

Authentifizierung: Diese biometrischen Verfahren wollen Kunden wirklich

Authentifizierung per Fingerprint
Rawpixel/Bigstock.com

Visa hat eine Studie zu den beliebtesten bio­me­tri­schen Authentifizierungsmethoden veröffentlicht. Dabei hat das Unternehmen analysiert, auf welche Weise es Bankkunden besonders einfach gemacht werden kann, sich im Rahmen der starken Kundenauthentifizierung (SCA) zu legitimieren. Die Banken können so einerseits die PSD2-Richtlinie umsetzen und andererseits sicherstellen, dass sich der rechtmäßige Karteninhaber einfach und bequem in sein Konto einloggen kann. Biometrische Authentifizierung, bei der diese Überprüfung auf einem registrierten und verknüpften Gerät durchgeführt wird, kann als zwei dieser erforderlichen Faktoren gezählt werden und erfüllt somit schnell und einfach die SCA-Anforderungen.

Verbraucher in Deutschland empfinden biometrische Authentifizierungsmethoden im Rahmen des Bezahlvorgangs als sicherer und einfacher als traditionelle Methoden wie Passwörter oder PINs. Das belegt eine neue weltweite Studie im Auftrag von Visa (Website), bei der Kreditkarteninhaber zu verschiedenen Authentifizierungsmethoden befragt wurden – darunter 1.000 Teilnehmer in Deutschland (Befragung im April / Mai 2019). Die Ergebnisse belegen, dass die Authentifizierung per Fingerabdruck bei den befragten deutschen Kunden mit einer Zustimmung von 90 % als am sichersten angesehen wird.

Biometrische Authentifizierung beliebter als traditionelle Methoden

Neben der Authentifizierung per Fingerabdruck genießen jedoch auch alternative biometrische Technologien bei den deutschen Karteninhabern starkes Vertrauen und werden als einfach eingestuft: 84 % der Befragten empfinden einen Irisscan als sicher, 79 % die Gesichtserkennung und immerhin noch 54 % die Spracherkennung, die im Übrigen von Experten als besonders sicher eingestuft wird. Bei den klassischen Authentifizierungsmethoden genießen dagegen einmalige Passwörter mit 81 % die größte Zustimmung, gefolgt von der Authentifizierung via PIN (77 %), Passwörtern (73 %) und dem Beantworten von Sicherheitsfragen (51 %). Das Schlusslicht bildet berechtigterweise die Authentifizierung per Unterschrift: Nur 37 % der Befragten vertrauen dieser Art der Authentifizierung.

Diese Methoden der Authentifizierung sind besonders beliebt
Visa
Bei der wachsenden Nachfrage nach biometrischen Authentifizierungsmethoden spielt vor allem der Komfort und die Einfachheit eines Bezahlvorgangs eine entscheidende Rolle: Fast zwei Drittel (genauer 62 %) der Befragten in Deutschland gaben an, dass sie bereits einmal einen Online-Kauf abgebrochen haben – oftmals aufgrund von Problemen beim Login in ihren Account oder weil sie ihr Passwort vergessen hatten und eine (temporäre) Sperrung des Kontos verhindern wollten. 22 % erklärten weiterhin, dass sie ihre Karte nicht zur Hand hatten, während 13 % durch einen technischen Fehler vom Kaufabschluss abgehalten wurden oder das benötigte einmalige Passwort von ihrer Bank nicht zugesendet bekamen.

Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass die Biometrieverfahren im Vergleich zu Passwörtern als schneller und einfacher zu bedienen (57 %) angesehen werden. Auch wenn biometrische Authentifizierungsmethoden noch nicht so lange verfügbar sind und in der Praxis bei der Authentifizierung verwendet werden, haben sich 62 % der Befragten in Deutschland schon einmal per Fingerabdruck authentifiziert. Mehr als jeder Dritte (35 %) vertraut bereits der Gesichtserkennung.

Biometrische Authentifizierung: Kunden wollen auswählen können

Mit der Einführung der neuen Anforderungen der Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD2) und der damit verbundenen starken Kundenauthentifizierung (SCA) in Deutschland zeigt die von Visa in Auftrag gegebene Studie, dass ein großes öffentliches Interesse nach Biometrie besteht: Rund ein Drittel der Befragten (36 %) gab an, dass sie in der vergangenen Woche biometrische Authentifizierung für eine Zahlung verwendet haben.

Jürgen Schübel, Head of Merchant Solutions & Acceptance Central Europe bei Visa
Visa

Deutsche On­line-Händ­ler müs­sen bis De­zem­ber 2020 voll­stän­dig PS­D2-kon­form sein. Für ei­ne rei­bungs­lo­se Um­set­zung ist es wich­tig, dass sich al­le Mit­glie­der des Pay­ment-Öko­sys­tems früh­zei­tig mit den An­for­de­run­gen der PS­D2 aus­ein­an­der­set­zen. Bio­me­tri­sche Ver­fah­ren bie­ten ei­nen si­che­ren und ein­fa­chen Weg, um die neu­en Au­then­ti­fi­zie­rungs­an­for­de­run­gen zu er­fül­len – und un­se­re ak­tu­el­le Stu­die zeigt, dass die Kon­su­men­ten be­reit da­für sind.“

Jürgen Schübel,
Head of Merchant Solutions & Acceptance Central Europe Visa

Visa entwickelt weiterhin fortschrittliche Authentifizierungslösungen, um die Zukunft der Zahlungssicherheit zu gestalten. Wenn es um Authentifizierung geht, wünschen sich Verbraucher verschiedene Auswahlmöglichkeiten, wie die Studie zeigt: 84 % der Befragten sagen, dass sie gerne zwischen mehreren biometrischen Authentifizierungsmethoden wählen würden. Mehr als die Hälfte (54 %) geben an, dass sie Banken und Zahlungskarten wechseln würden, wenn ihr aktueller Anbieter keine biometrischen Authentifizierungsoptionen anbietet – was zeigt, dass bessere Authentifizierungserfahrungen wichtige Wettbewerbsvorteile sind.

Visa verfügt über die Technologie, die zur Unterstützung einer Reihe von Authentifizierungsmethoden nötig ist. So wird es für Finanzinstitute und Händler möglich, sich an die veränderten Kundenbedürfnisse anzupassen und gleichzeitig die Sicherheitsmaßnahmen weiter zu verbessern.tw

 
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