FINTECH19. März 2020

bunq: Kreditkarte mit Klimaschutz verknüpft

Die bunq Green Card aus Edelstahl soll den Planeten grüner machen.
Die „Green Card“ aus Edelstahl soll den Planeten grüner machen. Bunq

Die niederländische Direktbank Bunq (Website) bringt gemeinsam mit Mastercard die „Green Card“ genannte Kreditkarte in 30 europäische Länder. Je 100 Euro Kartenumsatz soll ein Baum gepflanzt werden, versprechen die Kooperationspartner.

Für Kunden, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt, hat Bunq die Green Card entwickelt. Die Kreditkarte aus Edelstahl werde umweltfreundlich produziert, verpackt und zugestellt, so das Unternehmen. Die längere Haltbarkeit des Materials schlägt auch auf die Lebensdauer durch. Die Green Card bleibt statt vier sogar sechs Jahre gültig.

Der eigentliche Clou ist jedoch das Versprechen, statt Rückvergütungen an den Kunden aus dem erwirtschafteten Gewinn Aufforstungsprojekte zu unterstützen und damit CO2 zu kompensieren. Je 100 Euro Umsatz wird ein neuer Baum gepflanzt, seit der Markteinführung im November summierten sich die Pflanzungen bereits auf über 100.000 neue Bäume, teilt Bunq mit. Dies entspreche einer CO2-Reduktion von 30.800 Tonnen pro Jahr oder umgerechnet dem CO2-Footprint von mehr als 32.500 Flugpassagieren auf dem Weg von Paris nach New York.

Konzept auf Europa ausgerollt

Gemeinsam mit dem Kartenaussteller Mastercard wird das Green-Card-Konzept nun in 30 europäische Länder ausgerollt. Dazu nutzt Mastercard sein internationales Netzwerk. Die Karte, die 99 Euro pro Jahr kostet, soll mit jeder Bank zusammenarbeiten, so dass die Kunden ihr Institut nicht wechseln müssen. Neben der Green Card hat Bunq bereits mehrere Kreditkarten-Produkte mit Mastercard gelauncht, beispielsweise auch die Travel Card, die keine zusätzlichen Wechselgebühren kostet.

Ali Niknam, Gründer und CEO von Bunq, sieht in der Green Card die nächste Stufe der Partnerschaft mit Mastercard realisiert. Gemeinsam mit seinen Nutzern habe man einen einfachen Weg geschaffen, einen grüneren Planeten zu kreieren, so der Bunq-Chef.

Eingebunden ins Mastercard-Priceless-Programm

Erst im Januar hatte Mastercard ein eigenes Programm gestartet, um Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Finanzsektor zu forcieren. Unter dem Namen Priceless Planet Coalition sind hier zahlreiche Partner versammelt, die diesen Gedanken mittragen. Ziel der Initiative ist es, innerhalb von fünf Jahren ein Aufforstungsvolumen von 100 Millionen Bäumen zu finanzieren. Bunq war Gründungsmitglied dieser Initiative und leistet mit der Green Card seinen Beitrag zu dem Programm.

Mastercard

Die Menschen erwarten, dass die Technologien, die sie benutzen, nicht nur sicher und einfach sind, sondern auch einen nachhaltigen und positiven Einfluss auf die Welt haben. Gemeinsam können wir Innovationen noch besser vorantreiben und gleichzeitig Gutes bewirken.“

Peter Bakenecker, Mastercard

Peter Bakenecker, Division President für Deutschland und Schweiz bei Mastercard, sieht die Branche dem Konzept „Doing well by doing good“ verpflichtet. Für die Menschen in Europa bedeute die Green Card vor allem eins: eine einfache und schnelle Nutzung mit positiven Effekten auf die Umwelt. hj

 
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