ANWENDUNG23. Juni 2021

DSV: „1,5 Mio. Sparkassenkunden nutzen Apple Pay als Zahlverfahren mit girocard oder Kreditkarte“

Apple pay in der DSV-App
DSV

Im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen (hier) hat der DSV (Deutscher Sparkassen Verlag) heute den einen oder anderen Einblick in aktuelle Entwicklungen gewährt – unter anderem zu Apple Pay und dem neuen S-POS.

Im Geschäftsjahr 2020 hat der DSV im August Apple Pay mit der girocard gestartet. Das war offenbar eine der erfolgreichsten Produkteinführungen der Sparkassen in den letzten Jahren. Sie haben als erste und bislang einzige Institutsgruppe der deutschen Kreditwirtschaft die Integration der girocard in Apple Pay ermöglicht.

In Summe nutzten bis Ende 2020 bereits über 1,5 Millionen Sparkassenkunden Apple Pay als Zahlverfahren mit ihrer girocard oder Kreditkarte. Ab Jahresmitte 2021 ist der Einsatz der girocard über Apple Pay auch im E-Commerce möglich.“

Payone

Im April 2021 ist ein weiteres Payment-Produkt erfolgreich am Markt gestartet. Die App „Sparkasse POS“ (S-POS) ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen, bargeldlose Zahlungen unkompliziert und ortsunabhängig anzunehmen (wir berichteten). Dabei fungiert das Android-Smartphone des Händlers als mobiles Kartenlesegerät. Eine zusätzliche Hardware ist nicht notwendig. S-POS ist die erste Akzeptanz-App im deutschen Markt, an der auch Zah­lun­gen mit der gi­ro­card, dem hier­zu­lan­de er­folg­reichs­ten und be­lieb­tes­ten Zahl­ver­fah­ren, mög­lich sind. Laut der Stu­die „POS-Sys­te­me 2020“ des EHI-Re­tail In­sti­tu­te wol­len 77 Pro­zent der be­frag­ten Händ­ler ih­re Hard­ware in den nächs­ten Jah­ren ganz oder teil­wei­se er­neu­ern. In die­sem Zu­sam­men­hang pla­nen 56 Pro­zent der be­frag­ten Händ­ler, den Kas­sier­vor­gang künf­tig auch auf mo­bi­len Ge­rä­ten im Sin­ne ei­ner „mo­bi­len Kas­se“ ab­zu­wi­ckeln.

Mit Beginn der Corona-Pandemie stieg auf der Händlerseite die Nachfrage nach unkomplizierten E-Commerce-Lösungen stark an. Damit auch kleine stationäre Händler ihre Waren unabhängig von Inzidenzwerten und Ladenöffnungen verkaufen können, startete der S-Händlerservice der Payone seine #stayopen-Kampagne mit kostenlosem Zugang zum Online-Angebot „One-Stop-Shop“. Die Zahl der geschlossenen Verträge lag in diesem Segment im Jahr 2020 und ersten Quartal 2021 bei deutlich über 500. Daneben konnte Payone in einer breit angelegten Vertriebsinitiative mehr als 100 Händler – darunter namhafte Großkunden wie den Bekleidungshersteller Olymp – dazugewinnen. Payone ist ein Joint Venture von DSV-Gruppe und Worldline.

DSV hält nur noch 40% an Payone

Im März dieses Jahres haben Worldline und die DSV-Gruppe den Abschluss der Einbringung des Händlerdienstleistungsgeschäfts von Worldline in Deutschland und Österreich in Payone bekanntgegeben. Diese Fusion ist eine Teiltransaktion im Rahmen des erfolgreichen Zusammenschlusses von Worldline und der Ingenico Group Ende Oktober 2020. Mit dem Abschluss dieser Transaktion ging eine Änderung der Payone-Gesellschafterstruktur einher: Die Worldline Gruppe hält seitdem 60 Prozent, die DSV-Gruppe 40 Prozent (bisher 48 Prozent) der Payone-Unternehmensanteile. „Wesentliche Entscheidungen werden unverändert im Konsens beider Gesellschafter getroffen“, heißt es vielsagend in der Pressemitteilung.

Der Jahresbericht 2020 der DSV-Gruppe steht hier zum Download bereit.aj

 
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