FINTECH17. September 2019

Finlytics: Erkennung von Lebensereignissen und Versicherungs­daten via Onlinebanking (Whitelabel)

Finlytics-Analyse
Finlytics

Bereits seit 2016 können Friend­surance-Kunden mit Hilfe der Erkennung von versicherungs­be­zogenen Konto­bewegungen ihre Versicherungen hinzufügen, ohne die Versicherungsunterlagen zur Hand haben zu müssen. Dieser Service von Finlytics (Website) kommt nun auch in der Kooperation zwischen Friendsurance Business und der R+V zum Tragen. Dabei kategorisiert Finlytics Versicherungsdaten, die im Onlinebanking der Nutzer gefunden werden. PSD2 macht es möglich und Kunden profitieren vom Mehrwert der Plattform.

Friendsurance Business, die B2B-Marke von Friendsurance, steckt hinter dem VR-Versicherungsmanager, der sich bereits in der Pilotphase befindet. Sowohl im Onboarding als auch zu einem späteren Zeitpunkt innerhalb der Anwendung können die Nutzer der kooperierenden Volks- und Raiffeisenbanken einen automatischen Konto-Check durchführen lassen. Finlytics erkennt dabei existierende Versicherungsverträge sowie zentrale Lebensereignisse, die die Versicherungssituation beeinflussen können. Diese Key-Life-Events sind zum Beispiel ein Umzug oder Familienzuwachs. Werden auch Versicherungsdaten wie Versicherungsunternehmen, -art und -nummer erkannt, stelle der Versicherungsmanager diese in einer Übersicht dar. Kunden hätten so alle ihre Versicherungsdetails laufend im Blick.

Whitelabel-fähiger B2B2C-Service

Der Dienst wurde als whitelabel-fähiger B2B2C-Service konzipiert und in drei Teilkomponenten untergliedert: Kontenaggregation, Transaktionsanalyse und Ergebnisdarstellung. Für die Kontenaggregation wird auf den PSD2-regulierten Dienst von FinAPI zurückgegriffen. Die so gewonnen Transaktionsdaten werden im nächsten Schritt über die Finlytics-Analyse-API angereichert. Endkundenspezifische Daten wie Kontoinhaber, Kontoname, Bank des Endkunden, etc. müssen nicht an die Schnittstelle übergeben werden. Finlytics verarbeitet die Daten in Echtzeit und liefert die Ergebnisliste zurück. Neben der reinen Kategorisierung nutzt Friendsurance Business auch die eben beschriebene Vertrags- sowie Key-Life-Events-Erkennung.

Tim Kunde, Geschäftsführer Friendsurance
Friendsurance

Kunden wollen Versicherungsservices, die ihnen das Leben erleichtern. Durch die Kategorisierung und Erkennung der Lebensereignisse wissen sie stets, ob sie optimal versichert sind und wann sie etwas anpassen müssen. Daran sieht man gut, wie die Verknüpfung von Banking und Versicherungen Mehrwert für Kunden und Unternehmen schafft.”

Tim Kunde, Geschäftsführer Friendsurance Business

Demo-Code, der für den Finlytics-Zugriff notwendig wäre
Demo-CodeFinlytics

Die Nutzung dieser Funktion sei besonders beim Onboarding des Kunden hilfreich: Oft scheitert es bereits an der Eingabe der Versicherungsdaten, dass Kunden die neuen, digitalen Versicherungslösungen nicht nutzen. Grund: Der Versicherungsordner ist kaum auffindbar und das Heraussuchen der entsprechenden Angaben erscheint zu aufwändig. Im Falle des VR-Versicherungsmanagers müssen ausschließlich die Onlinebanking-Logindaten eingegeben werden. Aufgrund der häufigen Nutzungsfrequenz sind diese den meisten Nutzern bekannt.

Kunden profitieren klar von der Transparenz, die sie hierdurch erhalten und können Sparpotenziale entdecken (“Welche Verträge habe ich überhaupt und wie viel gebe ich für sie aus?”). Im Falle des VR-Versicherungsmanagers werden die Verträge darüber hinaus mit Hilfe der Algorithmen von Franke und Bornberg entsprechend ihrer Leistung bewertet. Zusammen mit der Erkennung der Key-Life-Events sorgt das für mehr Sicherheit. Kunden können einfacher überprüfen, ob sie und ihre Familien gut geschützt sind und ob es Lücken gibt, die es zu schließen gilt. Zum Beispiel wird anhand der Kontobewegung Familienzuwachs oder ein Umzug erkannt. Hier ist eine Anpassung des Schutzes häufig notwendig.

Christopher Schramm, Head of Software Development Finlytics
Xing

Kombiniert mit umfangreichen Feedback-Systemen, die wir dem Partner Friendsurance zur Verfügung stellen, ermöglicht uns unser transienter Dienst die effiziente Weiterentwicklung bei gleichzeitiger Gewährleistung optimaler Datenschutzkriterien.“

Christopher Schramm, Head of Software Development Finlytics

Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel dafür, wie FinTechs über standardisierte Schnittstellen mit geringem Aufwand zu einem “Best-of-Breed”-Service kombiniert werden, um so das Leistungsangebot großer Banken und Versicherungen zu ergänzen und gleichzeitig einen echten Kundenmehrwert zu schaffen. Diese digitalen Ökosysteme sind zunehmend von Bedeutung. Die PSD2 ermöglicht eine solche Kooperation, ohne die Datenhoheit des Endkunden zu verletzen.aj

 
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