SB & FILIALE23. März 2020

Jetzt also doch: Diese Banken schließen ihre Filialen wegen Coronavirus

Postbank

Auch bei den Banken wird die Personaldecke in den Filialen dünner. Jetzt haben zahlreiche Unternehmen angesichts der Coronavirus-Krise angekündigt, dass sie aufgrund der Kontaktverbote ihren Service vor Ort einschränken wollen. Was das für die Bankkunden und Mitarbeiter der Geldhäuser bedeutet.

Noch vergangene Woche hatte die gesamte Bankenbranche – mehr oder weniger unisono und fast wortgleich – angekündigt, dass die Kunden nicht befürchten müssen, dass der Service der Geldhäuser vor Ort eingeschränkt werde. Jetzt, nur wenige Tage später, machen etliche Banken doch einen Rückzieher und kündigen an, man werde diverse oder alle Filialen für den Kundenverkehr schließen.

Deutsche Bank, Commerzbank und Co.: Schutz der Mitarbeiter vor Coronavirus

Die Deutsche Bank etwa erklärte in einer Mitteilung, man werde ab Dienstag rund 210 von den über 500 Filialen für den Kundenverkehr sperren. Betroffen sind Filialen unter dem Label Deutsche Bank, aber auch solche der Postbank.

In der aktuellen Corona-Pandemie hat die Deutsche Bank für ihre Marken Postbank und Deutsche Bank umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner soweit wie möglich vor Ansteckung zu schützen. Gleichzeitig will die Bank ihren Kunden und Geschäftspartnern gerade in Krisenzeiten ein guter Ratgeber und jederzeit erreichbarer Ansprechpartner sein.“

Aus einer Mitteilung der Deutschen Bank

Die Filialen werden dann, so heißt es, weiterhin besetzt sein und per Telefon weiterhin erreichbar sein – man müsse allerdings die Mitarbeiter vor der Ansteckungsgefahr schützen. Die Selbstbedienungs-Bereiche der vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossenen Filialen bleiben zugänglich und werden – sofern ein Geldautomat vorhanden ist – weiterhin vollumfänglich mit Bargeld versorgt.

dolgachov/Bigstock

Doch die Deutsche Bank ist nicht das einzige Institut, das Filialen schließen muss. Die Hypovereinsbank will ebenfalls auf 101 ihrer 337 Standorte verzichten. Dabei sollen die Filialen allerdings alternierend geschlossen werden, sodass eine Filiale, die eine Woche geschlossen hat, in der darauf folgenden wieder verfügbar ist. Anders als etwa bei der Deutschen Bank ermöglicht das allerdings nicht, dass die Bankengruppe gezielt hoch frequentierte Standorte offen halten kann.

Auch bei der Commerzbank wird es Einschnitte geben: Kunden sollten über die Homepage herausfinden können, welche Filialen wann geöffnet sind. Die gewohnten Filialmitarbeiter werden aber weiterhin telefonisch erreichbar sein, heißt es. Ansonsten werden die Kunden auch dazu ermuntert, möglichst viel über digitale Wege zu erledigen – in Zeiten wie diesen werden Kunden in der Regel aber ohnehin nicht ohne Not eine Filiale aufsuchen wollen.

Sparkassen und Genobanken: Öffnungszeiten unübersichtlich

Gänzlich unübersichtlich wird die Situation bei Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken. Hier sollten die Unternehmen unbedingt nachbessern, da es für den Kunden nur schwer einsehbar ist, welche Filialen ganz oder teilweise geschlossen werden oder zu abweichenden Zeiten verfügbar sind. Einige Filialen lassen offenbar auch nur eine bestimmte Zahl an Kunden gleichzeitig in die Geschäftsräume.

Überhaupt sind Digitalverantwortliche der Banken aktuell angesichts des Coronavirus vor eine Herausforderung gestellt. Dienste wie Yext und Uberall sollen beim Location Marketing unterstützen und können beispielsweise datenbasiert auch in den Google-Local-Suchergebnissen tagesaktuell entsprechende Änderungen in den Öffnungszeiten ausspielen.

Eine besondere Herausforderung ist die Situation auch für die Mitarbeiter im IT-Umfeld, denen die Bereitstellung von Cloud-Ressourcen obliegt. Denn den digitalen Zugängen dürfte in dieser Situation eine erhöhte Aufmerksamkeit zukommen. Wenn hier gepatzt wird und Ressourcen nicht erreichbar sind, könnte das deutlich dramatischere Folgen haben als in der Vergangenheit.tw

 
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