STRATEGIE9. Februar 2021

Der Deutsche Bank Park mit Neuigkeiten beim Payment: Eintracht Frankfurt und Mastercard starten eine Wallet

Eintracht Frankfurt und Mastercard starten eine Wallet
Mastercard

Nun ist endlich klar, wie das lange angekündigte neue Bezahlsystem im Deutsche Bank Park aussehen wird. Am 04.02.2021 verkündeten sowohl Eintracht Frankfurt als auch Mastercard den Start einer Wallet, die jeder Fan zum Bezahlen in der eigenen Arena verwenden kann. Wir schauen mal, was genau dahinter steckt.

von Rudolf Linsenbarth

Autor Rudolf Linsenbarth
Rudolf LinsenbarthRudolf Linsenbarth be­schäf­tigt sich mit Mobile Payment, NFC, Kundenbindung und digitaler Identität. Er ist seit über 15 Jahren in den Bereichen Banken, Consulting, IT und Handel tätig. Lin­sen­barth ist profilierter Fachautor und Praktiker im Finanzbereich und kommentiert bei Twitter (@holimuk) die aktuellen Entwicklungen. Alle Beiträge schreibt Linsenbarth im eigenen Namen.
Kern der Lösung ist eine Debit Mastercard, deren Herausgeber der Eintracht-Sponsor Deutsche Bank ist. Damit kann man dann nicht nur im gesamten Stadion, also im Vorfeld, am Eingang, Catering oder im Fanshop bezahlen, sondern selbstverständlich auch weltweit an allen NFC-fähigen Kassenterminals mit einer Mastercard-Akzeptanz.

Um die neue Zahlmöglichkeit nutzen zu können, muss man kein Konto bei der Deutschen Bank eröffnen, sondern kann den automatischen Einzug der Zahlungsbeträge mit dem jeweiligen Girokonto der eigenen Hausbank verknüpfen. Es handelt sich also nicht um Prepaid-System alter Prägung, welches vorab aufgeladen werden muss.

Weiterhin haben wir erfahren, dass diese virtuelle Karte auf die Schnittstellen von Apple und Google Pay zugreift. Die iPhone-Nutzer unter den Eintracht-Fans werden das Produkt also auf jeden Fall auch nutzen können.

#ITFMclubhouse Talk: Stadion Payment
ITFMclubhouse Talk: Stadion Payment

Im Stadion Payment bleibt es also spannend und deshalb wollen wir dazu eine Clubhouse Session veranstalten. Dort diskutieren wir die Themen:

  • Hat sich „Closed Loop“ im Stadion jetzt endgültig erledigt
  • Wie verändert Corona das Stadion Payment im Speziellen
  • Ist die finanzielle Inklusion von Fussballfans noch ein Thema
  • Die girocard und das leidige Thema beim Becherpfand
  • Wem nutzen die Payment-Partnerschaften mehr, dem Verein oder dem Zahlungsdienstleister

Zugesagt haben bereits Hermann Stengele (Fußballspieler, Ex-Bank Vorstand und Gründer von girosolution) und Frederik Herr (Stadion-Payment Experte) und David Klemm (Mastercard).

Wir hören uns am Montag, dem 22.02.2021 in der Zeit von 20:30 bis 22:00

Aus regulatorischen Gründen ist vor der Installation ein GWG-konformer KYC-Prozess notwendig. Dieser wird aller Voraussicht nach per Videoident erfolgen. Kosten fallen für den Fan weder bei der Beantragung noch der Nutzung an. Eine Plastik-Variante der Karte ist soweit IT-Finanzmagazin bekannt, erst einmal nicht vorgesehen.

Arena of IoT

Gerne hätten wir auch noch mehr darüber berichtet, was hinter der strategischen Zusammenarbeit im Bereich Internet of Things (IoT) von Mastercard  und der Eintracht Digitaltochter EintrachtTech steckt. Hier wurden wir aber auf einen späteren Zeitpunkt im Frühjahr 2021 verwiesen.

Eine über den klassischen Funktionsumfang einer Sport-App hinausgehende Dienstleistung wird auf jeden Fall der Kauf von ÖPNV-Tickets sein. Weitere digitale Services im Stadion und Dienstleistungen aus dem Rhein-Main-Gebiet sind auf der Roadmap.“

Für Eintracht-Fans, die frühzeitig direkt über Neuigkeiten informiert werden wollen, könnte es sich vielleicht lohnen, sich hier anzumelden.

…zurück zum Stadion Payment

Grundsätzlich wird es zum go-live des neuen digitalen Bezahlsystems möglich sein, auch bar zu zahlen, wie wir aus informierten Kreisen erfahren haben. Dass hiermit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein dürfte, ist auch klar.

Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass die Eintracht den Vertrag mit der VR-Payment dem Zahlungsdienstleister der Genossenschaftsbanken (siehe Bericht Finanz-Szene: Warum die Deutsche Bank im Payment die Hilfe der Volksbanken braucht) nicht auf die Akzeptanz von Debit-Karten der Deutschen Bank begrenzt hat.Rudolf Linsenbarth

 
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