AKTUELL30. September 2020

OpenWealth-Community kooperiert mit Open-Banking-Initiativen

Die Entwicklung offener Schnittstellen für das Wealth-Management wird künftig in enger Abstimmung mit relevanten Entwickler-Initiativen im Open-Banking-Bereich erfolgen. So sollen Standards entstehen, die sich einfach implementieren lassen und von einer breiten Basis im Markt getragen werden.

Nachdem der erste Entwurf der APIs fertiggestellt ist, soll die weitere Entwicklung von OpenWealth nun auf eine breitere Basis gestellt werden. <Q>Synpulse
Nachdem der erste Entwurf der APIs fertiggestellt ist, soll die weitere Entwicklung von OpenWealth nun auf eine breitere Basis gestellt werden. Synpulse

 

Langsam gewinnt Open Banking an Fahrt. Die Aufmerksamkeit wächst, und immer mehr Banken, Software-Hersteller und FinTechs unterstützen unter anderem die Entwicklung einheitlicher Schnittstellen für Kontozugriffe, den Zahlungsverkehr und die Vergabe von Hypothekardarlehen. Nun wird dem Open Banking ein weiteres Kapitel hinzugefügt: OpenWealth (Website).

Breites Marktbündnis geschmiedet

Die Initiative dazu ging von Synpulse, einem Schweizer Management-Consulting-Unternehmen mit Fokus auf die Finanzbranche, und der St. Gallener Kantonalbank (SGKB) aus. Die Partner formten eine Community, der bislang drei Schweizer Anbieter von Portfoliomanagementsystemen – Assetmax, Advice Online und Alphasys – angehören, darüber hinaus die Vermögensverwalter Consensus Partner und B&M Wealth Management. Sie haben gemeinsam die Definition der standardisierten APIs entwickelt, die im kommenden Jahr die erste lauffähige Implementierung von OpenWealth bei der SGKB ermöglichen sollen. Bereits Anfang des Jahres will die Initiative für alle Entwickler eine API-Sandbox zur Verfügung stellen.

Um sich enger mit der Entwicklung im Open-Banking-Bereich zu verzahnen und einen breiteren Markt anzusprechen, hat die OpenWealth-Community eine Partnerschaft mit dem Fachverband Swiss Fintech Innovations (SFTI) vereinbart, der getragen wird von Schweizer Finanzinstituten, Anbietern von Kernbankensoftware, FinTechs und weiteren relevanten Playern des Finanzmarkts. Die weitere Entwicklung der OpenWealth-APIs werde unter der Schirmherrschaft des SFTI stattfinden, teilte der Verband mit. Er koordiniert die Weiterentwicklung von Open Banking über die Common-API-Initiative (Website).

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„Wir investieren in den Aufbau der OpenWealth-Community, da wir überzeugt sind, dass sich Open Banking im weiteren Sinne als strategische Stoßrichtung für Banken etablieren wird. Dies erlaubt uns, alle unsere Stärken einzusetzen, um Banken von der Strategiedefinition über die Evaluation der passenden API-Plattform bis hin zur finalen Umsetzung zu begleiten.“

Raphael Bianchi, Head Schweiz und Partner bei Synpulse

Der SFTI arbeitet bei der API-Entwicklung wiederum eng mit der Six Group zusammen, an der 120 nationale und internationale Finanzinstitute beteiligt sind. Sie betreibt die Open-Banking-Plattform b.Link (Website). Über den SFTI werde die OpenWealth-Entwicklung auch mit diesen Partnern koordiniert.

eVV-Anbindung als ersten Schritt

Die OpenWealth-API soll dazu dienen, die Übertragung von Portfoliodaten und Wertschriftentransaktionen über standardisierte Schnittstellen zu ermöglichen, ebenso Kundendaten auszulesen und möglicherweise zu modifizieren. So können Finanzinstitute, Depotbanken und externe Vermögensverwalter (eVV) einfacher zusammenarbeiten, während zugleich operative und regulatorische Risiken reduziert werden. Die OpenWealth-APIs sind so gestaltet, dass auch Use Cases im Privatkundensegment umgesetzt werden können.

Die St. Gallener Kantonalbank will bereits im kommenden Jahr vorangehen und im Rahmen der Digitalisierung ihrer Kundenschnittstellen erstmals OpenWealth in ihre Systeme implementieren, um Drittparteien eine Möglichkeit zur Anbindung zu geben. Ziel ist es, die Depotbank-Services der SGKB künftig als API zur Verfügung zu stellen, die sich ohne großen Aufwand in Portfoliomanagementsysteme integrieren lassen. Die Anbindung der externen Vermögensverwalter dient als erster Use Case, der belegen soll, wie die Zusammenarbeit einfacher und effizienter gestaltet werden kann – weitere sollen folgen.

Langfristig erwarten die OpenWealth-Unterstützer die Entwicklung neuer, innovativer Business-Modelle. Über günstige und benutzerfreundliche Wealth-Management-Angebote könnte eine breitere Kundenbasis erreicht werden. Davon würden alle Beteiligten des Ecosystems profitieren, so die Managementberater von Synpulse. hj

 
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