EVENTS & MESSEN6. Feb. 2016

Between the Towers: 300 Besucher, 3 Pitches &
die Preisverleihung zum FinTech des Jahres

Yassin Hankir
Yassin Hankir

Nach der Weihnachtspause ist der wohl europaweit größte monatlich stattfindende FinTech-Event wieder zurück – und startet vollgepackt in das neue Jahr. Über 300 Anmeldungen gab es im Vorfeld für den Abend, der zugleich auch die Bühne für die Preisverleihung des „FinTech des Jahres 2015“-Award vom Payment & Banking bot.

von Gerd Reinkimm

AitPlusgr
AitPlusgr
Aufgrund der vollen Agenda überlies Christian Hoppe (Geschäftsführer vom MainIncubator) nach einer kurzen Einstimmung auf 2016 schnell die Bühne der AirPlus mit ihrer Darstellung „The Power of Convenience: So werden Zahlungsprozesse auf Geschäftsreisen schneller und einfacher“. Joachim Brockmann, Executive Director Marketing der Lufthansa-Tochter aus Neu-Isenburg zeigte, wie insbesondere die Abrechnung von Reisen durch clevere digitalisierte Prozesse effizienter wird. Am Beispiel von Startups wie mytaxi & orderbird widmete Brockmann sich Themen wie Invisible Payment. In beide Startups ist Airplus heute schon integriert und möchte auch in Zukunft mit weiteren Startups kooperieren und sogar auch investieren. Ein schönes Beispiel, das auch ein 1989 gegründetes – heute mit über 1.200 Mitarbeitern global aufgestelltes Unternehmen nicht verlernt hat, innovativ zu denken.

Einladung an FinTechs durch den Bundesverband deutscher Banken

Das Angbot des bdb fiel nicht bei allen FinTechs auf Zustimmung.Ramin Nikbin
Das Angebot des BdB traf nicht bei allen FinTechs auf Zustimmung – vor allem die „Eingeschränkte Mitgliedschaft“ stieß auf Kritik („Mitglieder zweiter Klasse“, „Nicht auf Augenhöhe“).Ramin Nikbin

Da Markus Becker-Mel­ching, Mit­glied der Ge­schäftsführung beim Bundesver­band deut­scher Banken lei­der auf­grund ei­ner Krankheit ab­sa­gen musste – betrat Christi­an Hoppe erneut die Bühne. Bewaffnet mit den Originalfoli­en des BdB durfte er in sei­nen Wor­ten über die Perspektiven der Zu­sammenarbeit zwi­schen Banken & FinTech un­ter dem Dach des Ver­ban­des berich­ten. Die Zielsetzung des Bankenver­ban­des ist es, FinTechs dau­erhaft, sichtbar und ver­bindlich in die Struktu­ren und Arbeit des BdB zu inte­grie­ren. Um dieses zu errei­chen, wurde ein Paket ge­schnürt, wel­ches un­ter an­de­rem ei­ne außeror­dentli­che/ein­ge­schränkte Mit­gliedschaft für FinTechs be­inhaltet. Die Zukunft wird zei­gen, ob der Bankenver­band sich zu ei­ner wichtigen Platt­form im FinTech-Universum ent­wickeln wird. Erste Mit­glieder wür­den zur CeBIT ge­nannt und bis dahin wird es mehr Details und erste Erfahrun­gen ge­ben. Auf Twit­ter wurde schnell deutlich, dass die In­itiative im FinTech-Be­reich nicht nur positiv gese­hen wird.

Die Leser von Payment&Banking wählten aus über 180 FinTechs die 10 interessantesten.itfm
Die Leser von Payment&Banking wählten aus über 180 FinTechs die 10 interessantesten.itfm

FinTech des Jahres … and the winners are:
Gini, Weltsparen, numer26 und fairr

Angekündigt mit „Die graue Eminenz der FinTech-Branche“ betraten André Bajorat und Jochen Siegert die Bühne zur Preisverleihung des FinTech Startup des Jahres. Unter dem Label „Payment & Banking“ verleihen die bekannten FinTech-Größen zum zweiten Mal den jährlichen Publikums- und Jury-Preis. Die Publikumsabstimmung gewann FAIRR, die die Altersvorsorge einfach, kostengünstig und transparent gestalten wollen.

gini
gini

Von solch einer Jury und mit solch prominenten Mitstreitern als Sieger gewählt zu werden, freut uns riesig! Aber welcher Preis soll dann noch kommen, bei all dem, was wir mit den Banken in 2016 erst vor haben? ;)“

Steffen Reitz, CEO gini

Der Jurypreis ging an das Münchener FinTech Startup Gini, das gerade in den letzten Monaten mit ihrem Semantik-Ansatz insbesondere im Bereich der Kooperationen mit Banken auf sich aufmerksam gemacht hat. SteffenReiz (Gründer und CEO) von Gini konnte leider nicht vor Ort sein, bedankte sich allerdings per Videobotschaft aus München. Auf Platz zwei landete Weltsparen und Platz drei wurde an Number26 vergeben.

Weltsparen
Weltsparen

Über den 2. Preis als ‚FinTech Startup des Jahres 2015‘ freuen wir uns bei WeltSparen ganz besonders. Unser Ziel ist es, auch in 2016 für unsere Kunden mit Sicherheit beste Zinsen anzubieten und entsprechend weiter so erfolgreich zu wachsen.“

Dr. Frank Freund, CFO Weltsparen/ Raisin

Bei WeltSparen stehen als nächste Schritte die Einführung von Tagesgeld sowie die europaweite Expansion des Geschäftsmodells an. Für den ausführlichen Bericht zur Jurybewertung und die Shortlist möchten wir Sie gerne auf Payment&Banking und die diversen Publikationen (t3nHandelsblattWiWo und MainIncubator) verweisen.

Pitch 1: Dr. Alexander Kihm, CTO Fairr.de

itfm
itfm

„Verschwiegen wie Nordkorea“ plus beste Präsentation mit perfektem Storytelling

Als Gewinner des Publikumspreises blieb Fairr, vertreten durch Dr. Alexander Kihm (CTO), direkt auf der Bühne und durfte – als alter Präsentations-Hase – die Fairr-Story noch einmal vor breiter Masse präsentieren und sich anschließend der Q&A stellen. Und das kann er. Von der Versorgungs-Lücke bis hin zu den spontanen Frage und Antworten wird vielen Teilnehmer sein perfektes Storytelling sicher lange in Erinnerung bleiben – und als Vorbild dienen. So erzählte Kihm eben nicht die langweilige „Totlangweilige Rentengeschichte“ mit überfüllten Folien, sondern zog einen amüsanten Zähne-Vergleich. Denn der Kern des Fairr-Angebotes sind eigene Produkte zur Altersversorgung per Riester- und Rürup-Rente, die Fairr aber offenbar deutlich effektiver als herkömmliche Verträge anbietet.

Bei Fragen zu unseren Kundenzahlen sind wir ein wenig nordkoreanisch : Nichts sagen und lächeln – aber unseren Staat gibt es noch.“

Pitch 2: Christian Kuhn, Business Development Manager INNAAS

itfm
itfm

Fintize: PFM für Small and Medium Business

Keine Between the Towers Veranstaltung ohne neue Pitch Präsentationen. Den Anfang der Runde machte Christian Kuhn, Business Development Manager bei INNAAS. INNAAS ist ein auf Daten spezialisiertes italienisches Unternehmen mit dem Hauptsitz in Rom und einer Niederlassung in Rom. Für den FinTech-Bereich zeigte er unter dem Label Fintize eine Art PFM-Lösung für Small Medium Business. Neben einer smarten Benutzeroberfläche im Stile klassischer Dashboards beinhaltet die Anwendung diverse Analysen zum Beispiel zum Cash Flow oder Rechnungs-Management.

Trending-BTT
Um 20:26 wurde der Twitter Hashtag #betweenthetowers Platz 1 der Trending Topics in Deutschland.

Pitch 3: Yisrael Gross, Co-Founder & CMO L7 Defense

DDoS in 20 Sekunden stoppen?

Mutige Ansage: "Wir stoppen eine DDoS in 20 Sekunden"- L7Defenseitfm
Mutige Ansage von L7 Defense: „Wir stoppen eine DDoS in 20 Sekunden“ohne Appliance und Kostengünstig.itfm

Last but not least gab es den Pitch von Yisrael Gross, Co-Founder & CMO bei dem israelischen Startup L7 Defense, die eine Lösung für DDoS Attacken präsentieren. Gross warf die Ansage in den Ring: „Wir stoppen jede Attacke in weniger als 20 Sekunden“. Das ist mutig – denn er tritt mit einer „Kleinen“ Software gegen die Großen der Branche an. Dabei soll die Lösung von L7 Defense eben nicht auf einer Appliance-Lösung basieren und sowohl für kleine Websites für wenige hundert Dollar Gebühr genauso wie für große Banken-Portale funktionieren. Was es zu beweisen gilt.

Trotz des straffen Programms ging es gegen 21:00 Uhr zum BTT-typischen gemütlichen Teil – dem Networking über. Interessanterweise waren es gegen 23:00 Uhr nicht die „Jungen Wilden“, die den Caterer vom Abräumen abhielten – sondern die „Graue Eminenz“ der Deutschen FinTech Szene – André Bajorat – und sein Gefolge.

Vormerken: 1. März 2016

Für die nächste Between the Towers Veranstaltung am 01. März kann man sich demnächst hier anmelden.Gerd Reinkimm/aj

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=26190
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