BANKINGCLUB7. Okt. 2014

Gegen den Trend: Onliner bringen Banking-Zeitung

Bankingclub
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Der Bankingclub ist kein unbeschriebenes Blatt: Bald zehn Jahre gibt es das Portal schon. Viele kennen den Club aus Xing – mit über 57.000 Mitgliedern ein Schwergewicht der Branche. Nun wagt Thorsten Hahn, Geschäftsführer vom Bankingclub etwas, das Verleger in heutiger Zeit als verrückt ansehen würden: eine Zeitung.

Banking als Thema ist nichts Neues, als Onlinemagazin erreichen die Bankingnews heute, laut Bankingclub, über verschiedene Kanäle um die 55.000 Empfänger. Alles Online. Nach knapp 10 Jahren ist aus dem Startup ein Online-Verlag mit sieben Festangestellten und insgesamt 21 Mitarbeitern geworden. 

Diplom-Kaufmann Thorsten Hahn, Geschäftsführer des  BANKINGCLUB Xing
Diplom-Kaufmann Thorsten Hahn, Geschäftsführer des
BANKINGCLUB Xing

Print lebt. Lesen muss aber auch Spaß machen und kurzweilig sein.

Was treibt einen Onliner eine Zeitung zu Drucken und herauszugeben? Noch heute wagen viele Verleger nicht, was Thosten Hahn schon vor zehn Jahren riskierte: Ein Online-Projekt mit Veranstaltungen als Schwerpunkt für Banker und Versicherer. Früher hieß es: Print ja, Online nein. Und das deckte sich mit dem Leben der Banker. Vor zehn Jahren gab es wenig im Mailpostfach von „Bankern“. Heute landen die Nachrichten ungelesen in der Ablage und versanden dort. 

Je stärker das Internet wurde – um so mehr verloren klassische Printmagazine an Auflage – auch bei Banktiteln. Heute scheint es einen Gegentrend zu geben: Es gibt zu viel Online. Das Wichtige geht unter. Und deshalb wagte der Hamburger und Wahlkölner Hahn das Experiment und erntet zunächst herbe Kritik zum Start seiner Zeitung. Doch allen Unkenrufen zum trotz – offenbar hat der gelernte Bankkaufmann mit den gedruckten Bankingnews einen dicken Treffer gelandet. 300 Leserreaktionen gab es auf die erste Ausgabe – das ist im Printbereich enorm viel.

„Antizyklisch scheint der Zeitpunkt für eine Zeitung – aber es hätte nicht besser sein können. Heute wollen sich Führungskräfte kurz und knapp über das, was in der Branche passiert informieren und dies gerne in Form einer Zeitung“, erläutert Hahn.

Meinug produzieren und aufrütteln

Die ersten Seiten der neuen Zeitung. Bankingclub
Die ersten Seiten der neuen Zeitung. Bankingclub

Die Zeitung will vor allem Meinung produzieren, die Branche ein wenig aufrütteln. „Artikel mit zehn wissenschaftlichen Fußnoten wollen wir nicht produzieren. Die haben ihre Berechtigung in Publikationen von und für Fachkräfte eines Spezialgebiets.“
Die geduckten Bankingsnews will vom Fachmann für Compliance, über den Leiter für Risikomanagement bis zum Vorstand informieren und einen Überblick über die relevanten Themen geben. Auch ein Trend: In Zeiten des Informations-Überflusses Inhalte so zu verdichten, dass Führungskräfte das Wichtige in Kürze erfassen können.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=4506
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