KARRIERE STUDIE30. Sep. 2014

Haben es weibliche Finanzexperten in Deutschland besonders schwer?

Sergey Nivens/bigstock.com
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Für die eFinancialCareers „Diversity-Studie“ wurden im Juli und August dieses Jahres knapp 5.000 Finanzexperten in acht Ländern, davon 263 in Deutschland, zu den Themen Diversität und Diskriminierung befragt. Die Ergebnisse im Überblick.

 90 Prozent der deutschen Finanzexperten sehen das Thema „Vielfalt am Arbeitsplatz“ (Diversität) innerhalb ihrer Belegschaft fest verankert

 59 Prozent gaben an, am Arbeitsplatz keinerlei Diskriminierung erfahren zu haben. Allerdings sieht das in anderen Ländern anders aus: In Großbritannien trifft das nur auf jeden Dritten (27 Prozent) zu, in Hongkong (21 Prozent) und Australien (18 Prozent). Ganz schlimm ist es im Nahen Osten – dort können nur 6 Prozent der dort arbeitenden Finanzexperten von sich behaupten nicht Diskriminiert zu werden.

Deutschland schwächelt bei der Geschlechtergleichstellung

Nur 21 Prozent der deutschen Finanz-Professionals gaben an, dass Frauen und Männer in ihrem Unternehmen in Führungspositionen gleichmäßig vertreten sind. In Singapur konnten diese Aussage zwei Drittel (66 Prozent) der Finanzexperten bejahen, in Hong Kong 57 Prozent und in den USA 53 Prozent.

Diversity-Infographic eFinancialCareers.de
Diversity-Infographic eFinancialCareers.de

In Deutschland glauben zudem 59 Prozent, dass Männer bei Gehaltsverhandlungen besser abschneiden als ihre weiblichen Kollegen. In den meisten anderen Märkten gab eine Mehrheit der Befragten dagegen an, dass beide Geschlechter über das gleiche Verhandlungsgeschick verfügen: 50 Prozent der befragten Finanzexperten in den USA und Australien, 54 Prozent in Großbritannien und jeweils 65 Prozent in Singapur und Hongkong sehen hierbei keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern.

Die Frage: "Sollten Sie aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation gezwungen sein, sich für eine neue Position zu bewerben: Wie besorgt wären Sie, Ihr Alter könnte hierbei ein Hindernis sein?" Im Ländervergleich sorgen sich deutsche Finanzspezialisten am wenigsten um die Zukunft im Alter (Rot= sehr besorgt, Orange = Etwas besorgt, Gelb = Gar nicht besorgt)Datenquelle:  eFinancialCareers.de
Die Frage: „Sollten Sie aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation gezwungen sein, sich für eine neue Position zu bewerben: Wie besorgt wären Sie, Ihr Alter könnte hierbei ein Hindernis sein?“ Im Ländervergleich sorgen sich deutsche Finanzspezialisten am wenigsten um die Zukunft im Alter (Rot= Sehr besorgt, Orange = Etwas besorgt, Gelb = Gar nicht besorgt)Daten von eFinancialCareers.de

Ältere Mitarbeiter in Europa zeigen sich unbesorgt

Im Gegensatz zu den vielfach wahrgenommenen Geschlechterungleichheiten scheint in Deutschland das Thema Altersdiskriminierung kaum präsent zu sein. Gerade einmal 17 Prozent der Befragten haben das Gefühl, Mitarbeiter über 50 würden benachteiligt oder diskriminiert werden. Dies steht im Gegensatz zu 28 Prozent in Singapur, 32 Prozent im Nahen Osten und 33 Prozent in Australien.

Eine große Mehrheit der weltweit befragten Finanzexperten zeigt sich besorgt darüber, dass ihr Alter im gegenwärtigen Wirtschaftsklima ein Hindernis bei der Arbeitssuche darstellen könnte. In den USA herrscht mit 66 Prozent die größte Besorgnis, dicht gefolgt vom Nahen Osten und Singapur mit 64 Prozent, Hongkong mit 62 Prozent und Australien mit 61 Prozent. In Europa sind ältere Mitarbeiter hingegen eher entspannt: In Frankreich zeigen 64 Prozent der Befragten keine Bedenken, auf dem hiesigen Arbeitsmarkt noch mal eine Neuanstellung zu finden und in Deutschland macht sich die Hälfte der Umfrageteilnehmer (50 Prozent) keinerlei Sorgen bezüglich ihres Alters.

eFinancialCareers.de
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