FINTECH22. Jul. 2015

Völlig verkorkst: Griechenland & China sollen den Börsen­start der German Startup Group verhindert haben

Nikolas Samios und Christoph GerlingerGerman Startups Group
Christoph Gerlinger (rechts im Bild) leitet die German Startups Group als CEO, CIO & Gründer gemeinsam mit Nikolas Samios.German Startups Group

Die German Startup Group hat einfach kein Glück was Ihren „Beinahe-Börsengang“ angeht. Erst lädt man Anfang Juli nach Redaktionsschluss für den nächsten Tag zur Pressekonferenz ein – und erwartet noch bis Mitternacht eine FAX-Antwort. Dann stellt man fest, dass das Interesse der Investoren doch nicht für einen brauchbaren Börsengang reicht und zieht per Quasi-Ad-hoc-Mitteilung die Notbremse. Griechenland- und China-Kriese sollen Schuld sein.

Die German Startups Group hat ihren Börsengang abgesagt. Vorerst. Das Berliner Unternehmen vertritt 42 Startups – darunter so namhafte FinTechs wie Savedo, Schutzklick und friendsurance.

Die Entscheidung sei aufgrund des „fragilen Kapitalmarktumfelds“ getroffen worden. Denn während man zwischen dem 17. Juni und 8. Juli nach den entsprechenden Investoren gesucht habe, hätten Griechenland und die Kriese an der Chinesischen Börse die Investoren zu sehr verunsichert, heißt es.

German Startup Group
German Startup Group

Natürlich sind wir nach langer, intensiver Vorbereitung sehr enttäuscht, dass wir heute die
Entscheidung treffen mussten, unseren geplanten Börsengang zu verschieben.“

Gründer und CEO Christoph Gerlinger

Die Notbremsung begründet Gerling weiter: „In den vergangenen Wochen haben bereits diverse Unternehmen ihre IPO-Pläne verändert oder auf Eis gelegt. Unsere Banken und wir waren bis vor kurzem davon überzeugt, uns angesichts unseres davon unbeeinflussten operativen Geschäfts gegen das äußerst schwierige Marktumfeld stemmen zu können. Leider hat sich gezeigt, dass diese Einschätzung offenbar zu optimistisch war. Wie das Feedback von Investoren zeigte, hatte es Auswirkungen auf die Nachfrage, dass neben der Griechenland-Krise in den Zeitraum der seit Mitte Juni 2015 laufenden Gespräche mit Investoren auch ein dramatischer Kurssturz an den Börsen in China fiel sowie der Kursrückgang eines vom Kapitalmarkt trotz aller unserer Einschätzung nach bestehender struktureller Unterschiede als vergleichbar wahrgenommenen deutschen Unternehmens aus der Startup-Szene.“ Eine weitere Verlängerung der Angebotsfrist wäre aufgrund der beginnenden Urlaubszeit nicht mehr in Frage gekommen.

IPO Neustart notwendig

Ob wirklich Griechenland und China die Gründe waren – darüber kann man streiten. Fakt ist: Die GSG hat den Start vor der Sommerpause nicht mehr auf die Beine stellen können – und in der Sommerpause macht ein IPO nun wirklich keinen Sinn. Gerling will nun das Kapitalmarktumfeld genau beobachten, um eventuell im Herbst einen neuen Anlauf zu riskieren. Dann muss es aber klappen.aj

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