DEUTSCHE KREDITWIRTSCHAFT30. Dezember 2015

BdB übernimmt DK: “Mehr Regulierung bedeutet nicht bessere Regulierung”

Deutsche Kreditwirtschaft
Deutsche Kreditwirtschaft

Staffelübergabe: Die Leitung der DK wechselt jährlich zwischen BVR, DSGV und BdB. 2015 war das Jahr der DSGV – nun übernimmt der Bun­des­ver­band deutscher Banken (BdB) für 2016 die Feder­führung. Die grundsätzliche Richtung bleibt – aber die DK wird noch mehr auf eine nachhaltige Regulierung drängen.

Schwerpunktthemen werden im kommenden Jahr die Europäische Bankenunion – auch im Bereich der Einlagensicherung -, die erneute und umfangreiche Anpassung des Baseler Regelwerks zu Eigenkapital und Liquidität sowie Regulierungsvorhaben im Zahlungsverkehr, Anlegerschutz und Kapitalmarktbereich sein.

Stichwort: Nachhaltige Regulierung – statt immer mehr

Dabei spricht sich die DK grundsätzlich für eine nachhaltige Regulierung aus, die eine höhere Zielgenauigkeit aufweisen sollte. Dafür sollten auch die vielfältigen Regulierungsmaßnahmen auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene besser aufeinander abgestimmt sein. Mehr Regulierung bedeutet nicht bessere Regulierung. Wer die europäischen Finanzmärkte langfristig stabilisieren will, muss zudem auch die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union im Blick behalten. Nur wenn die Rahmenbedingungen für höheres Wachstum der Wirtschaft in Deutschland und ganz Europa stimmen, wird dies auch gelingen.

In der Deutschen Kreditwirtschaft arbeiten der Bundesverband deutscher Banken (BdB), der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB), der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) sowie der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammen. Die Spitzenverbände beziehen bei einer Vielzahl wichtiger Arbeitsgebiete, beispielsweise Aufsichtsfragen, Steuerfragen, Fragen des Zahlungsverkehrs und bankrechtlichen Fragestellungen, gemeinsam Position.aj

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