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STUDIEN & UMFRAGEN14. November 2022

ECC Payment-Studie: Die Kassenzone durchläuft den Umbruch

ECC Köln

Es tut sich was am Point of Sale: Der Boom des kontaktlosen Bezahlens führt zu einem entscheidenden Umbruch in der Kassenzone deutscher Geschäfte. Denn während in der Vergangenheit insbesondere große Lebensmitteleinzelhandelsketten fast schon standardmäßig Self-Check-out-Kassen betreiben, steht laut der aktuellen ECC Paymentstudie Vol. 26 auch branchenübergreifend rund jeder zweite Händler alternativen Kassenkonzepten offen gegenüber.

Auch kassenlose Konzepte mittels Kameras und Sensoren, RFID-Chip-Technologie oder in Form von mobilen Kassen sind für durchschnittlich jeden dritten befragten Händler interessant. Welche Vorteile alternative Kassenkonzepte dem Handel bieten und wie sie von den Verbrauchern in Deutschland angenommen werden, zeigen die Studienergebnisse des ECC Köln.

jmf23 / Bigstock

Demnach können sich schon heute vier von zehn der befragten Händler vorstellen, ein alternatives Kassenkonzept in ihrem Laden einzuführen. Weitere 21 Prozent stecken sogar bereits in konkreten Planungen dafür. Dabei setzen sie insbesondere auf Self-Check-out (44 %) oder mobile Kassen (43 %). Damit wird den Bedürfnissen der Kundschaft Rechnung getragen: Fast drei Viertel der Konsumenten (71 %) haben schon einmal an einer Self-Check-out-Kasse bezahlt und der Großteil (40 %) ist der Meinung, dass sich dieses Konzept auch in Zukunft am ehesten durchsetzen wird.

Alternative Kassenkonzepte dienen lediglich als Ergänzung

Die Kunden sind schon heute offen für alternative Kassenkonzepte und bereit, ihre gewohnten Prozesse aufzugeben. Das gilt insbesondere für schnelle Einkäufe von Snacks und Getränken, aber auch beim Wocheneinkauf. Hier überall können Kassenalternativen relevant sein. Denn die Vorteile liegen aus Konsumentensicht auf der Hand: Sie machen das Einkaufen schneller (55 %), aber auch bequemer (13 %) und einfacher (11 %). Und trotzdem: Die Mehrheit der Verbraucher (82 %) sieht alternative Kassenkonzepte bislang lediglich als Ergänzung und nicht als vollwertige Alternative zu traditionellen Kassen.

privat / Linkedin

Die Perspektive der Kunden macht deutlich: Es überzeugt das Kassenkonzept, das dauerhaft weniger Wartezeit und schnelle Einkäufe bietet. Mindestens genauso wichtig ist der Aspekt der Bequemlichkeit. Kassenlose Geschäfte ermöglichen ein schnelles, convenientes Einkaufen und haben damit ein enormes Zukunftspotenzial.”

Mailin Schmelter, stellvertretende Bereichsleitung am ECC Köln

Doch wechseln wir die Perspektive: Im Gegensatz zu den Konsumenten kann sich jeder dritte Händler (33 %) vorstellen, seine klassische Kasse durch ein alternatives Konzept vollständig zu ersetzen. Die Beweggründe sind dabei nicht nur finanzieller Natur – 49 Prozent rechnen mit Kosteneinsparungen aufgrund von weniger Personal –, sondern auch kundenorientiert. So stimmt rund jeder zweite Händler zu, dass Alternativen zur herkömmlichen Kasse den Check-out-Prozess schneller und angenehmer für die Kunden machen (53 %) sowie zu einer maßgeblichen Verbesserung des Kundenerlebnisses führen (46 %).

Unterm Strich dürfte es aber hier auch um empfundene Wartezeit gehen. Die zusätzlichen Selbstbedienungskassen vermitteln dem Kunden ein Mehr an Autonomieempfinden. Das könnte dazu beitragen, dass mittelfristig solche Kassensysteme an immer mehr POS Einzug halten.tw

 
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