FINTECH18. September 2019

Robo-Advisor, Card Control, Social-Spending, … Santander stellt Openbank für Deutschland vor

Ezequiel Szafir, CEO von Openbank
Ezequiel Szafir, CEO von Openbank beim heutigen Launch-Event des Santander-AblegersOpenbank

Die Santander Gruppe startet heute mit Openbank ihre „100%ig digitale Bank“ in Deutschland Niederlande und Portugal sollen folgen. Bisher war Openbank bereits in Spanien aktiv – und habe dort den höchsten Net Promoter Score (NPS) aller spanischen Banken erhalten. Bis Ende des Jahres werde Openbank in Deutschland voll verfügbar sein. Kunden könnten sich bereits für ein Girokonto registrieren.

Openbank (Website) sei bereits heute die größte 100 %ig digitale Bank Europas – und ein Teil der Santander Gruppe. Zum Deutsch­land-Start & Re­launch der Platt­form kom­me au­to­ma­ti­sier­te Lern­tech­no­lo­gie und Cloud-ba­sier­te Sys­te­me ge­gen Geld­wä­sche so­wie Be­trugs-, Han­dels- und Kre­dit­ri­si­ko.

Openbank App mit PFM
Openbank kommt als Website und AppOpenbank

Openbank biete zudem seinen Privatkunden eine ganze Reihe von Produkten, die von digitalen Krediten und Hypotheken bis hin zu einem voll automatisierten Investment und einer Brokerage-Plattform mit Robo-Advisor reiche. Die Kunden können die Bank über das Internet, die App oder ein rund um die Uhr erreichbares Callcenter kontaktieren.

„360° sozial verantwortliches Banking“: u.a. können Kunden automatische per Euro-Aufrundung spenden

Um ihre Tätigkeit in Deutschland aufzunehmen, hat die Bank die Strategie des „360° sozial
verantwortlichen Bankings“ entwickelt, bei der alle vermarkteten Produkte das Engagement für
die Gesellschaft und für einen nachhaltigen Umgang mit dem Planeten unterstreichen soll.

So biete Openbank ein gebührenfreies Girokonto, mit dem über die Openbank-Website oder die mobile App kostenlose Überweisungen in jedes Land der Europäischen Union vorgenommen werden können. Dieses Konto ist mit einer kostenlosen Debitkarte verknüpft, mit der die wichtigsten mobilen Zahlungssysteme (Apple Pay, Google Pay, Fitbit Pay, Garmin Pay und Openbank Wallet) genutzt werden können.

Openbank

Die Verwendung dieser Karte ermöglicht es dem Kunden, an eine NGO seiner Wahl zu spenden. Diese kann vom einzelnen Kunden auf dem weltweit ersten Wohltätigkeitsmarktplatz ausgewählt werden. Der Marktplatz besteht aus einer Gruppe von bisher sieben Organisationen, die von Openbank ausgewählt wurden. Diese Auswahl, die im Laufe der Zeit erweitert wird, umfasst derzeit Partnerschaften mit Save the Children, HePA oder Theodora. Wenn der Kunde mit seiner Debitkarte bezahlt, wird eine Aufwärtsrundung auf die nächste Euro-Einheit durchgeführt (das heißt, wenn eine Zahlung von 10,40 Euro geleistet wird, werden die restlichen 0,60 Cent bis zu dem 11 Euro-Betrag an die vom Kunden gewählte NGO gespendet). Die Benutzer können jederzeit das Minimum und das Maximum, das jeden Monat gespendet werden soll, festlegen bzw. ändern.

Darüber hinaus weitet das Unternehmen seine verantwortungsvolle Bankenstrategie auf Anlageprodukte aus. In die Strategien der Portfolios der verwalteten Fonds werden Instrumente von sozialverträglichen Anlagen (Socially Responsible Investment, SRI) einbezogen, die vom Investitionsausschuss des Unternehmens in Zusammenarbeit mit BlackRock entwickelt und überwacht werden.

Wir glauben, dass die Entwicklung einer verantwortungsvollen Bankenstrategie, die sich der Zukunft des Planeten und dem Wohlergehen der Gesellschaft verpflichtet fühlt, der einzige Weg ist, das Bankwesen der Zukunft zu verstehen. Wir wollen dem, was kommt, einen Schritt voraus sein und deshalb starten wir diesen neuen Ansatz in Deutschland mit unseren Anlageprodukten und Zahlungsmitteln, die wir im Laufe der Zeit auf die verschiedenen Regionen ausdehnen werden, in denen wir präsent sind.“

Ezequiel Szafir, CEO von Openbank

Geoblocking der Openbank
Openbank

Über die Platt­form können Kun­den ihre Kar­ten (per Web oder App) ein- und aus­schal­ten und per Da­sh­board, in dem sie die Län­der an­pas­sen, in de­nen sie Zah­lungs­in­stru­men­te ak­ti­vie­ren oder de­ak­ti­vie­ren möch­te. So kann der Kun­de wäh­len, ob sei­ne Kar­ten stan­dard­mä­ßig in ei­nem be­stimm­ten Land ge­sperrt wer­den und sie in ei­ner Mi­nu­te frei­schal­ten, wenn er dort­hin reist. In ähn­li­cher Wei­se kön­nen Be­nut­zer auch die Ver­wen­dung ih­rer Kar­ten auf ver­schie­de­nen Ka­nä­len ein­schrän­ken: Geld­au­to­ma­ten, On­line-Käu­fe oder phy­si­sche Ein­käu­fe so­wie die Ge­rä­te, über die in den letz­ten 30 Ta­gen auf das Kon­to zu­ge­grif­fen wur­de, über­prü­fen und blockieren.

Digitales Privatkundengeschäft

Openbank bietet den deutschen Kunden außerdem eine Plattform für automatisches Investment (Torino). Dieses neue System bietet „Anlagemanagement und Beratung“, indem drei Dienstleistungen zu einer Leistung kombiniert werden:
1. per Robo-Advisor, um sich an Marktbewegungen anzupassen, ohne dass der Kunde etwas dafür tun muss. Auf diese Weise sei das Investitionsteam von Openbank zusammen mit der Beratung von BlackRock für die ständige Überwachung der Kundeninvestitionen zuständig.
2. Zielorientiertes Investment, das es jedem Kunden ermöglicht, seine finanziellen Ziele zu definieren (Kauf eines Autos, eines Hauses, einer Reise, Finanzierung eines höheren Bildungsabschlusses oder einfach Vergrößerung des Vermögens). Dieses neue System ermögliche es, Anlageportfolios für jedes Ziel zu erstellen und die Strategien an Betrag und Laufzeit anzupassen.
3. Micro-Investing, das es Openbank-Kunden ermöglicht, 1 Euro pro Tag, Woche oder Monat zu sparen, und einen Prozess automatisiert, der zuvor mühsam war und Disziplin erforderte.

Dieses System stellt zusammen mit der Plattform „Du investierst“, auf der Openbank über 1.500 Fonds und ETFs von mehr als 50 verschiedenen Vermögensverwaltungen und Aktien aus über 25 Märkten anbietet, einen hochmodernen digitalen Service für Privatkundengeschäfte zur Verfügung. Bisher waren solche Dienstleistungen nur für große Vermögen verfügbar. Torino vereinfacht die Investmentfonds und ermöglicht den Zugang zu den genannten Produkten auf einfache, intuitive und transparente Weise, um individuelle Ziele zu erreichen.

Openbank Password-Manager
Openbank

Password Manager

Openbank sei ebenfalls das erste Finanzunternehmen weltweit, dass seinen Kunden einen kostenlosen Passwort- und Datenmanager bietet. Dank der Agilität und der hohen technologischen Sicherheitsstandards, mit denen das Unternehmen arbeitet, verfügen alle Kunden in der App (iOS und Android) über einen Bereich, in dem sie die wichtigsten Passwörter und Daten speichern können, die sie im Alltag verwenden (z.B. E-Mail-Passwörter, Pay-TV-Plattformen, Blogs, Sport- und E-Commerce-Apps etc.).

Auf der Openbank-Plattform können beliebig viele Passwörter mit maximaler Privatsphäre und Sicherheit gespeichert werden. Zunächst schafft der Kunde einen Bereich, in dem er seine Zugangscodes mit einem eindeutigen selbst gewählten Passwort speichert, das nur er kennt. Selbst Openbank kennt dieses Passwort nicht. Sobald der Zugang zu diesem persönlichen Bereich freigeschaltet ist, kann durch einfaches Wischen oder im Abschnitt Details jedes gespeicherte Passwort eingesehen werden.

Ausgaben Manager

Bei Openbank gibt es einen Ausgabenmanager, mit dem intuitiv und visuell die Ausgaben eines Kunden nach Kategorien klassifiziert werden, sodass die Finanzen effizient verwaltet würden. Dieses Tool ermögliche es, Vergleiche zwischen verschiedenen Monaten und Jahren sowie zwischen durchschnittlichen monatlichen Ausgaben anzustellen oder festzustellen, ob in diesem Monat mehr in Geschäften, Restaurants, Hotels oder Tankstellen ausgegeben wurde.

Alle Informationen würden in einfachen Diagrammen und Tabellen dargestellt, in denen die
Entwicklung der Ausgaben in einem vorgegebenen Zeitraum oder in vom Benutzer konfigurierbaren Kategorien eingesehen werden können. Die Klassifizierung der Aufwendung erfolgt automatisch, sodass der Kunde nichts tun muss, um diese Daten zu erhalten und zu verwalten.aj

 
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