FINTECH27. August 2019

Raisin/Weltsparen auf Einkaufstour: Vorsorge-FinTech fairr ebnet den Weg zur Allfinanz/Bancassurance

Neues Logo: Raisin kauft fairrErinnern Sie sich noch an die Schlagzeile „FinTech kauft Bank“? Die kleine MHB-Bank (heute Raisin Bank) war der zentrale Dienstleister von Raisin/Weltsparen (wir berichteten). Insofern nicht besonders überraschend. Nun aber kauft Raisin tatsächlich ein: den FinTech-Mitbewerber fairr – der auf Altersvorsorge spezialisiert ist. Das Ziel: eine gemeinsame Plattform für Sparen, Investieren und Vorsorgen zu entwickeln. Und so gesehen die Renaissance der Allfinanz – als FinTech.

fairr-Website
Raisin (in Deutschlan “ WeltSparen“) übernimmt fairr – ein FinTech im Bereich Altersvorsorge. Neben Tages- und Festgeldern und den WeltInvest ETF-Portfolios sollen den rund 200.000 Raisin-Kunden künftig also auch Altersvorsorgeprodukte angeboten werden.

Das Unternehmen will damit eine Plattform an den Start bringen, die Kunden „eine umfangreiche Produktauswahl in den relevanten Bereichen Sparen, Investieren und Vorsorgen bietet.“ Und das werde einfach bedienbar und komplett digital sein.

fairr spezialisierte sich seit der Gründung 2013 zu einem Start-up im Bereich Altersvorsorge. Als deutsches FinTech haben sich die Gründer an den komplexen Vorsorgemarkt rund um Riester, Rürup und betriebliche Altersvorsorge gewagt. So ganz überraschend kommt der Zusammenschluss auch nicht, denn man bot bereits gemeinsam ein Produkt für die betriebliche Altersvorsorge an (wir berichteten). Im Hintergrund betreibt die Sutor-Bank die fairr-Schnittstellen.

fairr-Team bleibt innerhalb von Raisin bestehen

Die drei fairr-Gründer Jens Jennissen, Dr. Alexander Kihm und Ambros Gleißner übernehmen bei Raisin führende Rollen im neu geschaffenen Bereich für Anlage- und Altersvorsorgeprodukte, in dem auch Raisins Investmentsparte rund um WeltInvest aufgehen wird. Begleitet werden sie vom gesamten fairr-Team. Die Akquisition umfasst die Übernahme von 100 Prozent der fairr-Anteile gegen Raisin-Anteile sowie eine Barkomponente. Somit partizipieren die Beteiligten am gemeinsamen Erfolg und sind langfristig miteinander verbunden. Faktisch also eher eine Fusion als eine Übernahme.

Jens Jennissen, fairr-Gründer und jetzt Raisin-Mitarbeiter
fairr

Altersvorsorge ist noch immer sehr verstaubt, intransparent und kostenintensiv für den Verbraucher. Gemeinsam mit dem Marktzugang von Raisin können wir unsere Reichweite deutlich vergrößern und den Altersvorsorgemarkt weiter umkrempeln. Wir sind stolz auf das in den letzten Jahren mit unserem Team Erreichte und freuen uns außerordentlich auf die gemeinsame Zukunft.”

Jens Jennissen, fairr-Gründer

Einer der Hauptinvestoren von fairr ist die IBB-Beteiligungsgesellschaft der Investitionsbank Berlin. Der zuständige Investment Director Clemens Kabel ergänzt: “fairr ist für uns eine absolute Erfolgsgeschichte. Das FinTech gab dem Berliner Markt und der Szene insgesamt eine große Sichtbarkeit und hat sich in dem eher traditionellen Metier der Altersvorsorge als besonders kundenfreundlich etabliert. Aus unserem VC Fonds Technologie Berlin war es das erste FinTech-Investment. Wir freuen uns daher besonders, dass Raisin und fairr ab jetzt gemeinsam den Berliner FinTech-Standort weiter stärken.”aj
 
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