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STUDIEN & UMFRAGEN19. Mai 2017

Studie: In den nächsten zwei Jahren ist der IT-Betrieb von Robotic Process Automation (RPA) betroffen

ISG

Mithilfe der Automatisierung von Geschäftsprozessen sollen Unternehmen die Produktivität vor allem in ihren Finanz-, Buchhaltungs- und Personalabteilungen steigern können, ohne dass dies zunächst zu umfangreichen Jobverlusten führt – heißt es in der neuen Studie „ISG Automation Index“ der Information Services Group (ISG).

Robotic Process Automation (RPA) schafft Automatisierungseffekte. Darüber hinaus, so die Studie, nehmen auch IT-Service-Anbieter Automatisierung massiv in ihre Angebote mit auf. Dies führt derzeit zu erheblichen Verbesserungen der Produktivität und von Service-Levels. So geht auch eine sehr große Mehrheit der IT- und Geschäftsverantwortlichen davon aus, dass die IT  in den kommenden zwei Jahren am meisten von Automatisierung betroffen sein wird.

ISG
Die Studie berichtet, dass Unternehmen durch die Anwendung von RPA ihre Geschäftsprozesse fünf bis zehn Mal schneller als zuvor durchführen können und dabei durchschnittlich 37 Prozent weniger Ressourcen benötigen. Die so erzielten Produktivitätsgewinne führen der Studie zufolge nicht zu Jobverlusten, sondern versetzen die Unternehmen in die Lage, ihre Mitarbeiter anderweitig einzusetzen: für höherwertigere Aufgaben und größere Arbeitsvolumen.

ISG

In fast jedem Szenario, das wir analysiert haben, stand der Produktivitätsgewinn durch die Automatisierung von Aufgaben im Vordergrund – Jobverluste hingegen nicht.“

Marcus Bott, Partner der ISG

So würden künftig Menschen Seite an Seite mit Software-Robotern arbeiten – egal, ob virtuelle Sachbearbeiter oder Ingenieure –, um eine größere Zahl von Kundenanrufen zu beantworten, mehr Anfragen in der Kundenbetreuung zu lösen und mehr Rechnungen zu bearbeiten. Diese verbesserte Produktivität führt in der Folge zu einem schnelleren Betrieb, besserer Skalierbarkeit und Compliance sowie vermeidet Kosten schon vorbeugend. „Unsere Daten weisen darauf hin, dass dies sowohl für Unternehmen als auch für Service-Anbieter zutrifft“, so Bott.

ISG

2019 werden laut der Studie 72 Prozent der Unternehmen RPA einsetzen – sei es bereits in vollem Betrieb oder als Test in Pilotprojekten. Das Ziel dabei sei, Kosten einzusparen, Produktivität, Qualität und Compliance zu erhöhen sowie Bearbeitungszeiten zu verringern. RPA gehört bei Unternehmen derzeit zu den Favoriten, da sie einen schnellen und günstigen Weg darstellt, um grundlegende und regelbasierte Geschäftsprozesse zu automatisieren, ohne sie neu aufsetzen zu müssen.

IT-Automatisierung erhöht die Produktivität und senkt Preise

ktsdesign/bigstock.com

43 Prozent der IT-Verantwortlichen geben an, dass die IT-Ausgaben bis 2019 am stärksten durch die Automatisierung des IT-Betriebs beeinflusst werden. 68 Prozent der IT- und Business-Verantwortlichen meinen zudem, dass die IT bis 2019 jene Support-Funktion im Unternehmen darstellt, die am meisten von Automatisierung betroffen ist.

Auch IT-Service-Anbieter integrieren Automatisierung derzeit schnell in ihre Liefermodelle und erzielen dadurch einen Anstieg ihrer Produktivität. „Aktuell nimmt fast jeder Anbieter von IT-Outsourcing Automatisierung in irgendeiner Form in seine Services mit auf“, sagt Bott. Die Anbieter realisierten dies vor allem über sich selbststeuernde Software, sogenannte Autonomics, welche standardisierte Betriebsprozesse automatisiert und Daten zusammenträgt, um mit deren Hilfe diese Abläufe im Laufe der Zeit zu optimieren.

Über Automatisierung wird derzeit überall gesprochen. Doch was dabei oft fehlt, sind Aussagen darüber, was heute bereits geschieht. Der Index füllt diese Lücke mit einer datenbasierten Analyse darüber, wie Automatisierung die Landschaft von IT- und Business-Services aktuell verändert. Die Daten und Informationen stammen dabei aus tatsächlichen, von ISG begleiteten IT-Sourcing-Transaktionen und RPA-Assessments.“

Marcus Bott, Partner der ISG

Im Vergleich mit den ISG Industrie-Benchmarks lassen sich zweistellige Kosteneinsparungen in allen wichtigen Servicebereichen feststellen. Die Bereiche Netzwerk und E-Mail-Management weisen hierbei mit 64 beziehungsweise 71 Prozent die höchsten Kostensenkungspotenziale auf.

ktsdesign/bigstock.com

Kognitives Computing/ KI noch am Anfang

Die Studie geht auch auf die zukünftigen Auswirkungen durch kognitives Computing ein. Dies umfasst selbstlernende Maschinen-Algorithmen, die Muster, Trends und Wahrscheinlichkeiten erkennen können.

Die Verwendung kognitiver Technologien steht in den meisten Unternehmensfunktionen noch am Anfang. „Doch ist es nur eine Frage der Zeit, bevor dies zum Alltag wird“, sagt Ralph Köppen, Partner bei ISG DACH. „Sobald dies der Fall ist, werden Unternehmen sogar noch wesentlich höhere Produktivitätslevels erreichen, da sie dann ihr digitales Personal weiter ausbauen.“

Die Studie ist (nach Eingabe der Kontaktdaten) hier als Download verfügbar.aj

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://www.it-finanzmagazin.de/?p=50409
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