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STUDIEN & UMFRAGEN23. Februar 2017

Tranferwise zeichnet per YouGov-Studie verheerendes Banken-Bild: Nur 5 % der Kunden seien zufrieden

digitalista/bigstock.com

Nur fünf Prozent der Deutschen finden, dass Banken einen guten und fairen Service bieten – sei eines der Ergebnisse des diesjährigen „Future of Finance Reports“, den TransferWise (Banken-Konkurrent und Online-Anbieter für Auslandsüberweisungen) mit YouGov erstellt hat. Harter Toback – dennoch legt die Studie den Finger in die eine oder andere Wunde. Für den Report wurden von YouGov Plc. 2188 Erwachsene im Dezember 2016 online befragt. Die Ergebnisse wurden bevölkerungsrepräsentativ gewichtet.

Laut der Tranferwise-Studie seien 58 Prozent der Bundesbürger der Meinung, es gehe den Banken heutzutage nicht mehr um die Interessen des Kunden, sondern nur noch um den eigenen Gewinn. Noch weiter geht die Studie bei der Aussage, dass jeder Fünfte (21 Prozent) glücklich wäre, nie wieder eine Bank benutzen zu müssen. Und deshalb könnten es sich 76 Prozent der Befragten vorstellen, künftig FinTechs für ihre Finanzen zu nutzen. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der erwachsenen Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte online.

Das Smartphone ist kein Ersatz für die Bankfiliale

Lediglich fünf Prozent der Deutschen erledigen Überweisungen und Kontoabfragen bislang mobil. Damit hinken sie hinter anderen europäischen Ländern deutlich hinterher: So nutzen bereits zwölf Prozent der Franzosen und 15 Prozent der Briten Smartphone & Co. für ihre Bankgeschäfte. Das größte Hindernis ist mangelndes Vertrauen in die Sicherheit des Online- und Mobile-Bankings: So macht sich ein Drittel der Deutschen (32 Prozent) darüber Sorgen (verglichen mit nur 13 Prozent der Franzosen).

Zum Vergrößern bitte Grafik anklicken.YouGov/Transferwise

Banken bekommen schlechte Noten vom Verbraucher

Am zufriedensten mit Finanzinstituten sind die Schweizer mit 21 Prozent. 58 Prozent der Deutschen seien der Ansicht, Banken interessierten sich nur für ihren Profit und nicht für die Interessen und Bedürfnisse ihrer Kunden. Trotzdem nutzen 92 Prozent derzeit eine klassische Bank für ihr Girokonto.

FinTechs wecken Interesse und setzen Banken unter Druck

Bereits 11 Prozent der Deutschen nutzen bereits einen digitalen Finanzdienstleister, drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) können es sich für die Zukunft vorstellen. Interessant: 68 Prozent der Verbraucher seien für die Zukunft auch beim Girokonto aufgeschlossen, alternative Anbieter in Erwägung zu ziehen. Gerade bei spezifischen Dienstleistungen seien FinTechs eine Alternative: 13 Prozent benutzen sie bei internationalen Zahlungen, sagt Transferwise, sowie jeweils zehn Prozent bei Kreditkarten und Finanzmanagement. Jeder Achte (13 Prozent) rechne damit, schon in einem Jahr die Mehrheit seiner Finanzgeschäfte über FinTechs zu erledigen, jeder Fünfte (20 Prozent) erwartet, dies in fünf Jahren zu tun.

Transferwise

Unser Future of Finance Report zeigt: Die Deutschen sind der Meinung, dass Banken sich mehr für ihren Profit als für ihre Kunden interessieren. Die Finanzkrise hat dem Ruf der traditionellen Banken enorm geschadet und den Weg für FinTechs geebnet. Auch aktuell helfen Strafzahlungen in Millionenhöhe und laufende Prozesse nicht unbedingt, das Vertrauen wiederherzustellen. So haben die Kunden erneut nicht das Gefühl, dass ihre Bank sich auf sie konzentriert. Immer mehr wenden sich daher alternativen Angeboten zu, wie unser Report zeigt.“

Taavet Hinrikus, CEO von TransferWise

Eine Variante des Reports mit Ergebnissen aus verschiedenen Ländern soll in den kommenden Tagen als Microsite bei Transverwise veröffentlicht werden. Sobald sie verfügbar ist, werden wir hier den Link angeben.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://www.it-finanzmagazin.de/?p=45666
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