EVENTS & MESSEN6. Nov. 2015

BetweenTheTowers: Instant Payment und fünf Pitches in der Frankfurter FinTech-Heimat

Veranstalter Christian Hopper vom Main Incubator, eröffnete den "Instant Payment"-Abend.
Christian Hoppe vom Main Incubator, eröffnete den „BTT Instant Payment“-Abend.Gerd Reinkimm

BetweenTheTowers: Zum Klassiker unter den FinTech-Events zog es vergangenen Dienstag 180 Teilnehmer in der Frankfurter Goethe Universität. Und es war fast wie bei Apple: viele Besucher – und die standen teilweise schon um 18:00 Uhr in der Schlange am Eingang. 

von Gerd Reinkimm

FinTech in Frankfurt ist BetweenTheTowers. Diesmal mit dem Thema „Instant Payment“ und war quasi ein „Sponsored post“ von NTT DATA Deutschland.

NTT DATA
Das komplexe Chaos aller an „Instant Payment“-Beteiligten.NTT DATA

Christian Fink (Head of Payment bei NTT) schaffte es in seiner Keynote, ein hochkomplexes Thema und die Auswirkungen auf die Branche, verständlich rüber zu bringen. Für Christian Fink und NTT DATA ist „Instant Payment“ und „Payments“ absolut kein Neuland, wie Christian Fink auch bei seinem seinem Gastbeitrag auf IT Finanzmagazin beweist. Doch wahre Fachkompetenz zeigt sich in der Fähigkeit kompliziertes greifbar und einfach zu machen – und so vereinfachte Fink von Slide zu Slide die Komplexität – mit dem Spruch „Weil die letzte Folie zu komplex war, habe ich noch eine weitere mit­ge­bracht“ schuf er eine perfekte Basis für die Pitches.
Pitch 1: Jakob Schreyer, Orderbird

Nach vier Jahren ist Orderbird immer noch innovativ

Obwohl die Orderbird bereits vier Jahre alt ist, bezeichnet er sich immer noch als ein Startup. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Orderbird nicht aufhört neue Features und UseCases an die bestehenden Kunden zu bringen. Interessant war, dass mal ein „FinTech“ aus der Regulierung in dem Fall die Fiskalisierung einer Branche direkt positive Effekte ableiten kann. Die Story vom Point of Sales zum Point of Service klang rund und mit Spannung geht es im nächsten Schritt an die Globalisierung.
Pitch 2: Florian Christ, Fino

fino
fino

fino: Der Kontowechselservice der Commerzbank

Der nächste in der Runde war Florian Christ von Fino. Fino bietet einen Kontowechselservice und arbeitet im ersten Schritt mit der Commerzbank über eine eigenes entwickelte App (mehr dazu). Das die Commerzbank der erste Kooperationspartner wurde, überrascht nicht: Christ war vor seiner Gründung Abteilungsdirektor bei der Commerzbank. Aber trotz der leichten Start-Vorteile hat er ein unglaublich schnelles Tempo vorgelegt. Sicher wird der ein oder andere Mitbewerber neidisch nach Kassel blicken.
Pitch 3: Commocial

Rechtssichere Kundenidentifikation, Identitäts-Schutz und Zahlungsabwicklung in Einem

Commocial´s COO und Mitbegründer ist auf der Suche nach Kapital für seine patentierte Idee rund um den Schutz von Identitäten. Commocial hat ein paar interessante Ansätze – unter anderem auch die Möglichkeit Kunden rechtssicher zu identifizieren und Zahlungen unkompliziert abzuwickeln. Allerdings wird der Vertrieb und die Steigerung der Bekanntheit dieses Dienstes mit hoher Wahrscheinlichkeit Kapitalintensiv werden.
Pitch 4: Scalable Capital

ETF-Vermögensverwalter mit BaFin-Registrierung

Scalable Capital möchte eine der besten Vermögensverwaltungen über Exchange Trades Funds (ETFs) werden. Anders als andere Plattformen und FinTechs (vaamo, easyfolio) die häufig „nur“ vermitteln, ist Scalable Capital tatsächlich als Vermögensverwalter bei der BaFin gelistet und entsprechen reguliert. Angesprochen auf  eventuelle Feindschaften mit seinen Mitbewerbern brachte ein Teilnehmer noch den Spruch des Abends: “Wir haben alle nur einen Feind, die alte Welt und das die Leute mit ihrem Geld zu den Sparkassen laufen.“ Treffend.
Pitch 5: Liquid Equity

Unternehmensanteile leicht und frei handeln

Das abschließende FinTech des Abends: Liquid Equity. Das Unternehmen will Unternehmensanteile leicht und frei handelbar. Der Trick: Die Gesellschaft selbst tritt als Transaktionspartner auf. Ein komplexes Konstrukt, das für viele Zuhörer aufgrund der späten Stunde – und der Nähe zum Networking-Smalltalk – schwer verständlich war. So konnte der „Einfache Handel von Unternehmensanteilen“ manche Teilnehmer nicht so ganz überzeugen und sorgte für viele Fragen – insbesondere hinsichtlich der Preisstellung von Gesellschafteranteilen blieben leider auch ein paar Antworten auf der Strecke.

Ausprobieren: immer wieder schwebten scheinbar Menschen auf "Self Balancing Boards" mit ordentlichem Speed durch die BTT-Reihen.
Ausprobieren: immer wieder schwebten scheinbar Menschen auf „Self Balancing Boards“ mit ordentlichem Speed durch die BTT-Reihen.

Prominenz: FinTech-Investor war selber vor wenigen Wochen noch Pitch-Kandidat

Anfang Juli stand Carlo Kölzer selbst noch mit seinem 360T-Pitch auf dem Podium (mehr dazu) – heute zählt er bereits zur FinTech-Prominenz und investiert sein eigenes Geld beim API-Anbieter figo (mehr dazu). Und – wie könnte es anders sein – alles fing beim MainIncubator an, bei der Andre Bajorat (figo) das erste Mal traf.

Die BTT-Gerüchteküche

Gerüchten zufolge arbeitet man beim MainIncubator übrigens schon fleißig an einer besonderen Jahresabschluss Veranstaltung und da die Münchener und Berliner Veranstaltung so erfolgreich war, gibt es Gerüchte zu einer weiteren Expansion Richtung Norden. Ob Norden nun Hamburg oder London war – egal beides wäre eine Bereicherung für die örtliche Szene –BetweenTheTowers hat ja auch Berlin und München gut funktioniert

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=22151
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