STUDIEN & UMFRAGEN26. Jun. 2014

DDoS-Attacken um 50 % gestiegen

Neben Microsofts-DS-(Port 445) ist auch der UPnP (5000) beliebtestes Angriffsziel. Ein nicht verlegter SSL-Port (23) ist ein gefundenes Ziel insbesondere für Heartbleed-Bug-Angriffe. Bild: Akamai
Neben Microsofts-DS-(Port 445) ist auch der UPnP (5000) beliebtestes Angriffsziel. Ein nicht verlegter SSL-Port (23) ist ein gefundenes Ziel insbesondere für Heartbleed-Bug-Angriffe.
Bild: Akamai
Akamai präsentiert seinen State-of-the-Internet-Bericht für das erste Quartal 2014 mit konkreten Angaben zu Verbindungsgeschwindigkeiten, Attack Traffic sowie Netzwerkkonnektivität und -verfügbarkeit. Darüber hinaus liefert der Bericht Einblicke in NTP-Reflection- und WordPress-XML-RPC-Pingback-Attacken, den Status der IPv4-Verbindungen, die Einführung von IPv6 und die weltweite 4K-Fähigkeit (Verbindungsgeschwindigkeiten von mehr als 15 Mbit/s, um 4K-Videostreams zu nutzen).

Im Vergleich zum Vorquartal gab es weltweit im ersten Quartal 2014 einen moderaten Anstieg der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit um 1,8 % auf 3,9 Mbit/s. In Anbetracht des anhaltenden Wachstumstrends ist davon auszugehen, dass die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im nächsten Quartal die Schwelle von 4 Mbit/s überschreiten wird.

Weltweit ist die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im Jahresvergleich um 24 % gestiegen. Neun der zehn führenden Länder verzeichneten ein beachtliches Quartalswachstum. In Südkorea (weltweit auf Rang eins) gab es ein Wachstum von 8 % auf nunmehr 23,6 Mbit/s. Das ist 9 Mbit/s mehr als Japan (14,6 Mbit/s), weltweit auf Rang zwei. Auch europäische Staaten wie Lettland (weltweit auf Rang sechs) und Finnland (weltweit auf Rang neun) erzielten mit 15 % beziehungsweise 18 % beeindruckende Steigerungsraten.

Mit einer Zunahme von 5,8 % gegenüber dem vierten Quartal 2013 setzte sich die Schweiz mit 12,7 Mbit/s in Europa an die Spitze vor den Niederlanden (12,4 Mbit/s). Weitere sieben Länder haben die High-Broadband-Schwelle von 10 Mbit/s überschritten: Schweden (11,6 Mbit/s), die Tschechische Republik (11,2 Mbit/s), Finnland (10,7 Mbit/s), Irland (10,7 Mbit/s), Dänemark (10,5 Mbit/s), Norwegen (10,1 Mbit/s) und Belgien (10,0 Mbit/s).

Im Jahresvergleich verzeichneten alle untersuchten europäischen Länder eine zweistellige Zunahme bei der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit; die Rate reichte von 17 % in Ungarn bis zu 65 % in der Türkei. In vier Ländern gab es einen Zuwachs von mehr als 40 % (Irland, Russland, Spanien und die Türkei); weitere sieben brachten es auf 30 % oder mehr (Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Belgien, Großbritannien und Frankreich).

Auch wenn es in verschiedenen Regionen der Welt noch Raum für Verbesserungen bei der High-Broadband-Verbreitung und den durchschnittlichen maximalen Verbindungsgeschwindigkeiten gibt, zeigen die Trends in eine positive Richtung“, sagt David Belson, Autor des State-of-the-Internet-Berichts.

Während im ersten Quartal 2014 die weltweite durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit im Vergleich zum Vorquartal um 8,6 % zurückging, zeigte sich im Jahresvergleich ein Anstieg um 13 %. Als einziges europäisches Land erzielte Rumänien eine durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit von mehr als 50 Mbit/s, konkret: 54,4 Mbit/s. Fünf weitere Länder erzielten Werte von mehr als 40 Mbit/s: die Niederlande (45,2 Mbit/s), die Schweiz (44,8 Mbit/s), Belgien (44,6 Mbit/s), Schweden (42,7 Mbit/s) und Großbritannien (42,2 Mbit/s).

Als einziges Land verbuchte Italien im Jahresvergleich einen leichten Rückgang (0,7 %) bei der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit. Dagegen konnten sieben Länder einen Zuwachs um 20 % oder mehr erzielen: Irland (27 %), Norwegen (27 %), Schweden (23 %), die Niederlande (22 %), Belgien (22 %), Finnland (21 %) und Großbritannien (20 %).

Die allgemeine Steigerung im Jahresvergleich der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit ist ein Indiz für eine qualitative Verbesserung der Breitbandverbindungen in den europäischen Staaten.

Akamai verzeichnete im ersten Quartal 2014 erneut einen hohen Anteil an High-Broadband-Verbindungen in Europa mit Geschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit/s. Spitzenreiter bei der High-Broadband-Durchdringung ist die Schweiz mit 45 %, dicht gefolgt von den Niederlanden mit 44 %.

Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
http://www.it-finanzmagazin.de/?p=581
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