KYC DIENSTLEISTUNG7. Jul. 2016

KYC: BaFin prüft wegen Panama Papers – Dienstleister hilft Banken bei der Kundenbestandsprüfung

Markus Mainka/bigstock.com
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Die Panama Papers haben zu Recht hohe Wellen geschlagen. Dabei hat es auch deutsche Banken erwischt. Deshalb übt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre gesetzliche Befugnis auf Auskunfts- und Vorlageersuchen seit Anfang Mai stärker aus. Mit „Smaragd PP2GO“ will Cellent Finance Solutions nun eine schnelle und flexible Lösung bieten, um den eigenen Bestand nach schwarzen Schafen zu durchforsten.

Damit Finanzdienstleister sich ihrer Kunden sicher und gleichzeitig auskunftsfähig sind, bietet Cellent Finance Solutions die Lösung „Smaragd PP2GO“ für die Kundenbestandsprüfung. Eine Möglichkeit für Banken, um auskunftsfähig zu sein, ist ein Vergleich des Kundenbestands mit den Quellen der Panama Papers. Das soll laut Cellent Finance Solutions mit der Kundenbestands-Prüfung „Smaragd PP2GO“ gehen, die gegen die konsolidierte Offshore-Leaks-Liste geprüft werde. Dabei sollen rund 600.000 Einträge (Entities, Officers, Intermediaries) aus fünf Listen der Panama Papers zur Anwendung kommen. Die Prüfung gibt es auch als mobile App „PEPe“.

Cellent Finance Solutions
Cellent Finance Solutions

Die Daten werden natürlich danach vollständig von den Analysecomputern der Cellent Finance Solutions gelöscht, sobald diese ihren Part erfüllt haben. Derzeit werden bereits rund sechs Millionen Kundendatensätze zahlreicher Banken von uns überprüft.“

Dr. Steffen Gutjahr, Head of Compliance Solutions
bei Cellent Finance Solutions

Am Ende der Überprüfung steht ein Trefferprotokoll, aus dem sich genaue Rückschlüsse auf unseriöse Kunden ziehen lassen. Cellent Finance Solutions habe sich dabei auf die Erkennung und Verhinderung von Geldwäsche, Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung, Aufdeckung von Finanzbetrug, Prüfung von Drittparteien, Erstellung einer Risiko-/Gefährdungsanalyse und Feststellung von Embargo- und Finanzsanktionen/PEP spezialisiert.

Bobby17/bigstock.com
Bobby17/bigstock.com

Der Hintergrund der Panama Papers

Durch die Auf­deckung der Panama Pa­pers mit ih­ren fast zwölf Mil­lionen vertrauli­chen Nach­rich­ten wur­den viele Fälle von Fi­nanzkrimi­nalität öff­entlich. Mit Un­ter­stützung des Offshore-Dienst­leis­ter Moss­ack Fonseca ha­ben auch deut­sche Un­ternehmen ver­schiede­ne Delikte, z.B. Steuerbetrug, Geldwä­sche, UN-Sank­ti­ons-Brüc­he began­gen. Mehr als 300.000 Briefkas­tenfirmen und Trusts für unlaute­re Ge­schäfte wur­den dafür ge­gründet. Aus­kunfts- und Vorla­geersu­chen der Ba­Fin ver­schärft.

Als Reaktion auf den Skandal übt die BaFin ihre gesetzliche Befugnis auf Auskunfts- und Vorlageersuchen stärker aus. In Absprache mit der Justiz können dann Ermittlungen eingeleitet werden. Betroffene müssen hierbei mitwirken. Es ist daher wichtig, dass Finanzdienstleister stets nachweisen können, mit welchen Unternehmen sie kooperieren und an welchen Transaktionen sie beteiligt sind. „Schwarze Schafe“ unter den Kunden gilt es zu erkennen und zu eliminieren.

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