FINTECH28. Dezember 2017

Blockpass: Iden­ti­täts­ver­wal­tung per App via Blockchain und Smart Contracts, um KYC‑Kosten zu senken

Blockpass

Blockpass ist eine RegTech-Plattform, die gemeinsam genutzte Regulierungs- und Compliance-Dienste anbietet. Technische Basis dafür ist Ethereum und die Nutzung von Smart Contracts. In der Anlaufphase soll Blockpass als Identitätslösung für das Blockchain- und Kryptowährungs-Ökosystem dienen. Die App werde ab Ende März verfügbar sein.

Kryptowährnungen hätten durch eine große Zahl von „Initial Coin Offerings“ (ICOs) massiven Auftrieb erhalten, ohne dass die Identität der Investoren verifiziert worden wäre. Nun würden Aufsichtsbehörden fürchten, dass das System für Geldwäsche, die Finanzierung terroristischer Aktivitäten und Schneeballsysteme missbraucht werde. KYC-Verfahren sollen das verhindern.

Das Problem: KYC-Identitätsverifizierungen dauern mehrere Tage oder Wochen, was das Onboarding verlangsamt und erhebliche Kosten verursacht (bis zu 20 Prozent des Betriebsbudgets). Das will Blockpass (Website) ändern.

Blockchain Expo

Blockpass ist eine Platform-as-a-Service (PaaS) – konzipiert dafür, dieses Problem zu lösen. Blockpass ist eine gemeinsam genutzte Infrastruktur für Blockchain-Unternehmen, die es erlaubt, einen verifizierten Benutzerstamm gemeinsam zu nutzen und damit diese Kosten der Eingliederung neuer Kunden zu senken.“

Hans Lombardo, CMO Blockpass

Blockpass werde die Compliance-Kosten für Blockchain-Händler erheblich senken. Über Prämienprogramme werde es die Compliance für den Nutzer attraktiv machen.

Lösung für eine „Identität unter eigener Hoheit“

Blockpass biete Nutzern eine Lösung für eine „Identität unter eigener Hoheit“ und begrenze Hacking-Risiken. Zudem biete es eine Alternative zur zentralen Datenspeicherung an, die für Konsumenten zwei große Vorteile mit sich bringen würden:
1. Der Benutzer kontrolliere seine Identität – nur er kann entscheiden, wer darauf zugreift.
2. Sensible personenbezogene Daten werden nicht auf einem zentralen Server gespeichert.

Blockpass sei auch für IOT geeignet
Blockpass

Übermittelt der Nutzer Identitätsdetails und -dokumente zur Verifizierung an Blockpass, werde davon nur lokal auf dem Mobiltelefon des Nutzers eine Kopie gespeichert, die mit einem Kennwort verschlüsselt werde. Der Nutzer ist die einzige Person, die das Kennwort zur Entschlüsselung besitzt.

Hat das Unternehmen dann die Daten erhalten und gehasht, werden sie komplett von den Servern gelöscht. Ab diesem Zeitpunkt existieren die Nutzerdaten nur noch auf dem Mobiltelefon des Nutzers und nirgendwo sonst – bis der Nutzer entscheidet, sie mit Anbietern von Drittleistungen zu teilen. Der Nutzer hat so komplette Kontrolle über seine personenbezogenen Daten.

Da die Daten des Nutzers nach der Verifizierung vernichtet werden, finden Hacker – falls sie es schaffen, die Blockpass-Server auszuhebeln – nur unlesbare Daten vor, die für sie völlig wertlos sind.

Blockpass-Token

Das native digitale Token des Blockpass-Ökosystems – „PASS“ – wird als ERC20-Token auf der Ethereum-Blockchain ausgestellt. Community-Mitglieder könnten die App herunterladen und ihre KYC-Daten übermitteln. Nach der Verifizierung verbinden die Nutzer ihre Wallet mit ihrer Kennung. Plattform-Unterstützer erhalten dann ihre PASS-Token in ihrer Wallet.

 
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