KOMMENTAR16. Juni 2020

Endlich trauen! – Klartext von Frank Braatz, Chefredakteur Source

Mobile Payment: Die Geschichte wiederholt sich; es zum wahnsinnig werden – sagt Frank Braatz, ChR Source
Frank Braatz, Chefredakteur SourceSource

Sie nennen sich N26 oder Revolut oder jetzt auch noch Vivid Money. Und sie konzentrieren sich konsequent auf diejenigen Kunden, die ohnehin schon alles mit ihrem Smartphone erledigen. Für diese Kunden lösen sie Probleme, die im echten Leben tatsächlich bestehen. Und was bieten Banken? Der Kommentar

von Frank Braatz, Chefredakteur Source-Magazin

Die Zahl der Kunden, die man mit einem Smartphone-Ansatz erreichen kann, nimmt stetig zu – diese Binsenweisheit dürfte nun selbst bei klassischen Kreditinstituten wirklich niemanden mehr überraschen.

Müsste es also jetzt für die klassischen Institute nicht vor allem darum gehen, die Herausforderung endlich ernsthaft anzunehmen und intelligente und überzeugende Antworten in Form eigener Angebote zu finden? Überzeugen lassen dürften sich Kunden dabei vor allem von solchen Angeboten, die ihre eigenen Wünsche bedienen.

Stattdessen versuchen Banken und Sparkassen oft immer noch, Produkte aus der Mottenkiste (z.B. Fondsgebundene Lebensversicherungen) zu „verkaufen“, die für ihre Kunden zwar kein einziges Problem lösen, dafür aber gut für die eigenen Provisionserträge sind.“

Wie es um die Kundenorientierung bei ihnen bestellt ist, zeigen die Sparkassen auch mit ihrer girocard, auf der sich immer noch solch „innovative“ Services wie GeldKarte und girogo befinden und bei denen sie sowohl das girocard- als auch das Kontaktlos-Logo schamhaft auf der Rückseite verstecken. Und wenn ein Kunde tatsächlich mal einen Beratungstermin wünscht, dann muss er den rechtzeitig vorher vereinbaren – immerhin nicht schriftlich beantragen.

Frank Braatz, Chefredakteur Source
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Wer will denn da dem Vivid-Money-Mitgründer Artem Yamanov noch ernsthaft widersprechen, wenn er behauptet:

Die Menschen leiden unter einem schlechten Service beim Banking und Investieren.“

Dabei haben sie doch alle – von den Sparkassen mit ihrem Innovation Hub über die DZ Bank für die genossenschaftliche Bankengruppe bis hin zur Deutschen Bank – in ihren Reihen hochqualifizierte Spezialisten für die Digitalisierung des Bankgeschäfts, denen es weder an Know-how noch an Ideen noch an Engagement und Motivation fehlt.

Die erforderlichen PS sind ohne Zweifel vorhanden. Jetzt sollte sich endlich mal jemand trauen, die auch auf die Straße zu bringen – vielleicht nicht ganz so halbherzig wie seinerzeit bei Yomo.“Frank Braatz, Chef­re­dak­teur Sour­ce

 
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