ANWENDUNG22. Februar 2017

SWIFT GPI-Initiative: Go-Live für Transaktionsbanken – Digitalisierung und DLT seien in Reichweite

SWIFT

SWIFT entwickelt die “Global Payments Innovation”-Initiative in Zu­sam­men­ar­beit mit globalen Banken. Der Service startete nun im Januar und ist gleich mit großen internationalen Trans­ak­tions­banken an den Start gegangen. Darunter ABN AMRO, Bank of China, BBVA, Citi, Danske Bank, DBS Bank, Industrial and Commercial Bank of China, ING Bank, Intesa Sanpaolo, Nordea Bank, Standard Chartered Bank und UniCredit.

Mit ‚SWIFT GPI‘ könnten Banken einen schnel­leren, transparenteren und nachverfolgbaren Zahlungsservice anbieten. Doch mit dem jetzt erfolgten Start ist die Entwicklung nicht ab­ge­schlos­sen – so plant die SWIFT eine deutliche Erweiterung der Services sozusagen im laufenden Betrieb um ‚Digitale Transformations‘-Themen und DLT (Distributed Ledger, sprich Blockchain-Technologie).
Dafür setzt SWIFT auf ein Drei-Phasen Modell:

Schritt 1: Grenzüberschreitender Zahlungsverkehr

In der ersten Phase ist ‚SWIFT GPI‘ auf Business-to-Business-Zahlungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr fokussiert. Der Service unterstütze Firmenkunden beim verstärkten Ausbau ihres internationalen Geschäfts, der Verbesserung ihrer Lieferbeziehungen sowie der Effizienzsteigerung ihres Treasury. Zu den erweiterten Leistungen gehören zum Beispiel: Taggleiche Nutzung der Gelder (innerhalb der Zeitzone des Empfängers), Transparenz und Berechenbarkeit der Kosten, ‚End-to-End‘-Nachverfolgung von Zahlungen und unveränderte Übermittlung umfassender Zahlungsinformationen.

Schritt 2: Digitale Transformation für Zahlungen

Die zweite Phase, an der derzeit entwickelt wird, solle die digitale Transformation grenzüberschreitender Zahlungen ermöglichen. Dazu wird gehören: jederzeit eine Zahlung sofort zu stoppen, unabhängig davon, wo sie sich in der Korrespondenzbanken-Kette gerade befindet; umfassende Zahlungsinformationen zusammen mit der Überweisung übermitteln – einschließlich zusätzlicher Detailinformationen zu Einzelposten, die für Compliance-Prüfungen benötigt werden – um den Abgleich einer Zahlung mit vielen Einzelrechnungen zu erleichtern; einen internationalen “Payment Assistant” einsetzen, um das “Straight-through-Processing” bei grenzüberschreitenden Zahlungen vom Ursprungspunkt an weiter zu steigern.

Schritt 3: Distributed Ledger – Blockchain-Technologie direkt in der GPI

Für einen Einsatz in der dritten Phase erforscht SWIFT GPI zurzeit die Potenziale neuer Technologien – wie der Distributed Ledger-Technologie (DLT) – im Hinblick auf ihre Nutzung für Banken bei der Abwicklung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs wie etwa zur Verbesserung des Echtzeit-Abgleichs ihrer Nostro-Datenbanken. Die Erstellung einer entsprechenden Machbarkeitsstudie hatte SWIFT bereits angekündigt (wir berichteten).

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Firmenkun­den brau­chen mehr Si­cherheit, höhe­re Trans­pa­renz und die Möglichkeit, ihre grenz­über­schreiten­den Zahlun­gen nach­zuverfolgen. Das bietet ihnen jetzt SWIFT GPI. Und mit nahezu 100 füh­r­en­den Trans­akti­ons­banken, die sich be­reits an­ge­schlos­sen ha­ben, verfügt SWIFT GPI über ei­ne starke Basis für ei­nen zügigen Aus­bau mit vie­len weite­ren Banken, neuen Leis­tungs­angebo­ten und zusätzli­chen Zahlungs­diens­ten.”

Wim Raymaekers, Head of SWIFT GPI bei SWIFT

Offenbar erfolgreicher Start

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Der jetzt erfolgte Start der internationalen Transaktionsbanken ist für die SWIFT ein wichtiger Meilenstein bei der Einführung der GPI-Initiative gewesen. So sei gerade der neue „GPI Tracker“ als Leistungsmerkmal gut angenommen worden. Über den Service erhielten die Treasurer der Firmenkunden von ihren Banken in Echtzeit eine End-to-End-Übersicht über den Status ihrer Zahlungen – einschließlich der Bestätigung der Gutschrift auf den Konten der Begünstigten. Einen Mehrwert, den Kunden wohl sehr schätzen. Treasurer hätten zudem die Gewissheit, dass Informationen zu den Überweisungen – wie etwa Rechnungsbezüge – den Begünstigten unverändert übermittelt werden.

Mit dem GPI Observer plant SWIFT außerdem ein Tool zur Qualitätssicherung einzuführen, das die Einhaltung der GPI-Geschäftsregeln durch die Teilnehmer überprüft.

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Vor einem Jahr versprach die globale Banken-Community grundlegende Verbesserungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Heute schon können wir feststellen, dass ein bedeutender Meilenstein zur Erfüllung dieses Versprechens erreicht wurde. Zudem belegt dies einmal mehr die die Fähigkeit von SWIFT und der Finanzindustrie zur Zusammenarbeit und zur schnellen Einführung innovativer Lösungen.”

Christian Sarafidis, Chief Marketing Officer bei SWIFT

 
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https://www.it-finanzmagazin.de/?p=45603
 
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