FINTECH9. November 2021

Brygge – Multibanking-Frontend mit sozialer Wirkung

Brygge
Brygge

Brygge soll Menschen dienen, die weder vom klassischen Banking noch von FinTechs wahrgenommen werden. Banking bedeute für viele Unsicherheit, Überforderung und Abhängigkeit – das gelte besonders für die Zielgruppe 55+.

Technisch basiere die Multibanking-Lösung auf Open Banking (also PSD2/XS2A). Brygge (Website) biete “eine Brücke” zur Hausbank der Nutzer oder deren Angehörigen. Kunden müssen also nicht das Institut wechseln. Eine Win-Win-Situation, denn den Nutzern bleibt so die Arbeit eines Wechsels erspart, während die Banken ihre Kunden behalten. Strategisch fokussiere sich Brygge auf ein Vertical-Banking-Geschäftsmodell mit einem klaren Tech USP: zielgruppenspezifisches UI und UX sowie Data Science mit Alltagsrelevanz für Menschen ab 55 Jahren. Aktuell werde das Gründerteam durch einen Interim-CTO unterstützt und plant, ab Anfang 2022 das Team auszubauen.

Was ist ein Zebra-Startup?
Als Zebras werden Startups bezeichnet, die wirtschaftliches Wachstum mit sozialer Verantwortung verbinden. Zebras legen in der Regel Wert auf Nachhaltigkeit und verzichten auf rasante Gewinnsteigerung.
Die App passe sich dem Erfahrungshorizont sowie dem Alltag der Menschen an. Eignen soll sich Brygge sowohl für erfahrene Online-Banking-Nutzer, die die alltagsrelevante Beratung und bessere Kontrolle ihrer Finanzen suchen, als auch für Anfänger mit Startschwierigkeiten oder betreute Personen.

Soziale Wirkung durch Wachstum

Brygge verbinde als Zebra wirtschaftliche Ziele mit der Intention, Nutzern finanzielle Souveränität durch den Wechsel in das Online-Banking und das Fortbestehen eines Zugangs bis ins hohe Alter zu ermöglichen.

Geplant sei zudem, dass Menschen mit geringem Einkommen bzw. niedriger Rente das Angebot kostenlos nutzen können. Nutzer, denen monatlich mehr Geld zur Verfügung steht, würden durch ihren Beitrag zur sozialen Wirkung von Brygge beitragen. Mit einem Teil der Umsätze seien soziale Projekte mit Fokus auf Altersarmut geplant.

Brygge
Cornelia Schwertner (CEO) erklärt, dass Brygge als B2C-FinTech durchaus auf Wachstumskapital angewiesen sei. Dies stehe aber nicht zwingend im Widerspruch zu den sozialen Zielen. Die globalen Nachteile der Wachstumsökonomie, wie die zunehmende soziale Ungleichheit, könnten laut dem FinTech durch Zebra-Unternehmen überwunden werden, die parallel zur eigenen Wirkung auch eine marktübliche Rendite für Wachstumskapitalgeber erwirtschaften.

Interessierte können sich ab sofort hier über Fortschritte informieren oder als Testnutzer dabei sein. Das Brygge-Angebot soll Mitte 2022 starten.ft

 
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